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Das Rollenspiel

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26 Re: Das Rollenspiel am Mo Dez 15, 2008 5:14 pm

Jona zuckt leicht zusammen, als Zanrelot ihn tadelt. Er hat sich gehen lassen, als er sich über die Gefühlsduselei beschwerte, dabei hätte er doch wissen müssen, wie empfindlich sein Vater auf eine solche Unterstellung reagieren würde. Aber es ist schlichtweg unerträglich, wie Matreus sich bei ihm einschleimt und Zanrelot auch noch darauf hereinfällt. Und diese Lux bekommt doch tatsächlich feuchte Augen wegen dieses Schauspielers und wagt es, Jona wütend anzufunkeln. Entsprechend empört ist er, aber dennoch macht er gute Miene zum bösen Spiel und gibt sich zerknirscht. „Du hast recht, Vater, ich war sehr ungezogen. Es tut mir leid.“

Jona ist ganz froh, dass Zanrelot nicht vorhat, das Tor zur Welt nicht noch einmal betreten zu wollen. Lux mischt sich auch gleich ungefragt in die Unterhaltung ein und spricht sich auch gegen einen erneuten Versuch aus. Sie schlägt gar vor, Hamburg zu verlassen und zurück nach Lübeck zu kehren. In ihrem Überschwang vergisst sie sogar sämtliche Konventionen und redet Zanrelot mit du an. Jona grinst sie spöttisch an, als sie ihre Entschuldigung stammelt, hoffentlich redet sie sich irgendwann um Kopf und Kragen.

Ihre Idee, nach Lübeck zurückzukehren, ist allerdings gar nicht so schlecht und Jona argumentiert auch dafür: „Sie hat recht, Vater. Was hält uns hier? Außerdem spricht noch etwas für unsere Rückkehr nach Lübeck. Die Wächter wohnen hier und können uns in Lübeck nicht auf die Nerven fallen. Und selbst, wenn die alten Wächter wieder aktiviert werden, wissen sie nicht, dass ich zu dir zurückgekehrt bin, Vater. Ich wäre dann der perfekte Spion. Der freundliche Jona, ihr Mentor, dem sie vertrauen.“ Jona lächelt Zanrelot spitzbübisch an. „Sie werden dir nicht mehr im Wege stehen können.“



Zuletzt von Jona am Di Dez 16, 2008 11:35 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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27 Re: Das Rollenspiel am Mo Dez 15, 2008 5:45 pm

Um Matreus’ Lippen spielt ein ganz kleines, schadenfrohes Lächeln, als Zanrelot Jona maßregelt. Der Blick, den er dann mit Lux wechselt, lässt ihn eine gewisse Verbundenheit mit ihr spüren und er lächelt ihr ganz leicht zu. Er hat ihr wirklich viel zu verdanken.

An der Diskussion, wie es jetzt weitergehen soll, beteiligt er sich erst einmal nicht, sondern hört nur aufmerksam zu und lässt sich das Für und Wider der Argumente durch den Kopf gehen. Schließlich ergreift er selbst das Wort. „Ich bin ganz Lux’ Meinung, dass das Tor der Welt eine nicht voraussehbare Gefahr birgt, selbst wenn die Wächter sich nicht einmischen. Mir hat es hier in Hamburg ehrlich gesagt nie besonders gut gefallen und ich hätte nichts gegen die Rückkehr nach Lübeck einzuwenden.“ Ein wenig widerstrebend sieht er Jona an. „Außerdem hat Jona recht, die alten Wächter würden ihm bestimmt trauen.“ Ganz leise, kaum hörbar, ergänzt er: „Wenn wir ihm überhaupt trauen können.“

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28 Re: Das Rollenspiel am Mo Dez 15, 2008 6:30 pm



Zanrelot findet es ziemlich anstrengend, den Worten der anderen zu folgen, besonders wenn es so viele auf einmal sind, wie bei Lux. Eigentlich ist er nur froh, als sie aufhört und deshalb nicht besonders böse darüber, dass sie ihn zu guter Letzt geduzt hat. Dabei waren ihre Einwände und Vorschläge gar nicht schlecht, - wenn man sie erstmal sortiert hat. Sie könnte recht haben, mit dem, was sie über das Tor zur Welt und auch zu Hamburg sagt. Seine Söhne sind in diesem Punkt jedenfalls einig mit ihr.

"So, so", sagt Zanrelot, als er jeden angehört hat, "ihr wollt also alle zurück nach Lübeck. Na ja, vielleicht habt ihr recht: Schuster, bleib bei deinen Leisten; Hausarzt, bleib bei deinen Leistenbrüchen; Dämon, bleib bei deinen Lieblingsfeinden. Konzentrieren wir uns wieder auf Lübeck, statt auf die ganze Welt."

Er lächelt Jona zu und der dürfte froh sein, nach all der "Gefühlsduselei" endlich wieder eine Spur von Bosheit im Lächeln seines Vaters zu entdecken. "Sohn, dein Plan mit den Wächtern gefällt mir! Der könnte glatt von mir sein. Also, ich wollte sagen, ich bin stolz auf dich."

Dann schaut er zu Matreus und erinnert ihn: "Weißt du noch, wie wir beide auf die Pubertät angestoßen haben? Weil Otti kaum noch Lust auf das Wächterdasein hatte? Inzwischen dürften alle Lübecker Wächter mitten in der Pubertät stecken, das ist ein weiterer Vorteil."

"Lux, du sollst deinen Meister nicht duzen. Aber keine Sorge, ich werde es kaum bemerken, so geschickt, wie du das "Du" zwischen all den anderen Wörtern versteckst. Und jetzt geh und sage den Zanreloten, sie sollen alles für unseren Umzug vorbereiten! Ach nein, geht ja nicht. Sie hören nur auf mich und auf Matreus. Ich bin noch nicht einmal dazu gekommen, auch Jona zu bevollmächtigen. Matreus, bitte geh kurz zu ihnen und erteile ihnen den Auftrag! Komm danach rasch zurück und hilf uns anderen hier, die wichtigsten Dinge aus der Zentrale abzustauben und einzupacken!" Er schiebt das Hamburger Stadtwappen von sich weg. "Außer dem hier, das brauchen wir nicht mehr. Wir gehen nach Hause!"

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29 Re: Das Rollenspiel am Mo Dez 15, 2008 11:38 pm



Lux wirft Jona einen kurzen, giftigen Blick zu, als er sie spöttisch angrinst. Sie kann sich nicht helfen, der Kerl ist ihr nicht ganz geheuer. Wie zerknirscht er sich bei seinem Vater entschuldigt hat! Irgendwie erschien es ihr übertrieben und unecht. Ganz anders als Matreus' Reue, die so unübersehbar aus tiefstem Herzen kam. Vielleicht ist sie zu parteiisch, aber sie mag Matreus halt lieber als Jona. Dabei gibt sie sich wirklich Mühe, den Sohn ihres geliebten Meisters wohlwollend zu betrachten. Doch ihre wachsame Art kann sie nicht ablegen und womöglich ist es auch besser so. Wie pflegte ihre Mutter zu sagen, als sie noch lebte: "Lux' Name ist dreideutig: Lux, das Licht des Feuers; Lux, das Luxusgeschöpfchen; Lux, unser wachsamer Luchs."

Oh, na sieh einer an: Jona stimmt ihrem Vorschlag zu! Auch Matreus spricht sich für die Rückkehr nach Lübeck aus. Da sind sie sich ja tatsächlich mal alle drei einig. Gespannt blickt Lux auf Zanrelot. Was er wohl dazu sagen wird? ... Ja, er ist auch für Lübeck! Lux könnte vor Freude in die Luft springen. Aber das lässt sie lieber bleiben, es könnte eventuell Zanrelot missfallen. Bei seinem kleinen, scherzhaften Tadel wegen vorhin beißt Lux sich kurz auf die Lippe, doch er lässt es dabei bewenden und gibt Anordnungen für den Umzug. Nun wird es also konkret. "Wir gehen nach Hause!" Was für ein wundervoller Satz!

Am liebsten möchte Lux sofort einen Umzugswagen bestellen, alles schnell in Kartons und in den Transporter werfen, sich mit ihrer "Familie" da reinsetzen und ab nach Lübeck düsen. Aber halt mal... "Da gibt es ja ein Problem!" ruft sie aus, "wie soll denn der Meister mit dem Auto verreisen? Er kann ja gar nicht an die Oberfläche! In seinem momentanen Zustand, keinesfalls. Es dürfte wohl auch keinen unterirdischen Gang von Hamburg bis Lübeck geben, nehme ich stark an." Sie grübelt einen Moment lang, dann sprudelt sie weiter: "Also, wenn ihr keine bessere Idee habt, mache ich einen Vorschlag: Wir drei können ja problemlos nach oben. Also teilt sich einfach einer von uns seinen Körper mit dem Meister, bis wir da sind! Wer von uns lässt sich besetzen?" Sie blickt forsch in die Runde.

Währenddessen ist ihr Gehirn schon wieder einen Schritt weiter und der kommt, wie das bei ihr meistens der Fall ist, auch gleich aus dem Mund raus: "Ich melde mich freiwillig!" Ihr ist nämlich gerade eingefallen, wie wundervoll es sein müsste, sich vorübergehend einen Körper mit Zanrelot zu teilen. Dieses Argument wirft sie aber nicht in die Diskussion, sondern sagt: "Ich bin die Einzige, die in letzter Zeit weder tiefgefroren, noch verbannt oder ohnmächtig war. Der Meister sollte selbstverständlich im gesündesten, also risikolosesten Körper reisen." Dagegen soll erstmal einer was sagen, ha!

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30 Re: Das Rollenspiel am Di Dez 16, 2008 11:32 am

Jona lächelt zufrieden, als Zanrelot ihn lobt und erklärt, dass er stolz auf ihn ist. Da hat er gerade noch die Kurve gekriegt und seinen Faux pas wieder gutgemacht. Allerdings wendet Zanrelot sich gleich danach Matreus zu, um zusammen mit ihm in Erinnerungen zu schwelgen. Jona hat so gut wie keine Erinnerungen, die er mit seinem Vater teilen kann, und er neidet Matreus diese. Dass er selbst dazu beigetragen hat, dass es so ist, weiß er zwar, aber er verdrängt den Gedanken. Es ist noch nicht zu spät, für ganz viele gemeinsame Erinnerungen zu sorgen. Matreus hat lang genug Zanrelots ungeteilte Aufmerksamkeit genossen, jetzt ist Jonas Zeit gekommen.

Doch zuerst ist der Umzug von Hamburg nach Lübeck zu bewältigen und Zanrelot beauftragt Matreus, die Zanreloten zu beauftragen, alles vorzubereiten. Es wird wirklich höchste Zeit, dass Zanrelot Jona in seine Rechte einsetzt, aber bis sie in Lübeck sind, wird er sich wohl noch gedulden müssen. Umso wichtiger, dass sie bald dort ankommen. Allerdings haben sie die wichtigste Frage außer Acht gelassen, nämlich wie Zanrelot reisen soll. Er kann schließlich nicht in die Oberwelt und einen Tunnel gibt es auch nicht, wie ausgerechnet Lux ganz richtig feststellt. Sie hat aber sogar einen Lösungsvorschlag, nämlich dass Zanrelot den Körper eines von ihnen besetzt, und meldet sich freiwillig für diese Aufgabe. Ihr Argument ist auch nicht von der Hand zu weisen, sie besitzt im Moment tatsächlich den gesündesten Körper. Außerdem weiß Jona bereits, wie es sich anfühlt, wenn sein Vater in ihm steckt und er legt keinen allzu großen Wert auf eine Wiederholung. Daher nickt er nur zustimmend. „Ich finde, sie hat recht, Vater. Der beste Körper ist gerade gut genug für dich.“

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31 Re: Das Rollenspiel am Di Dez 16, 2008 11:58 am

Matreus schwelgt in der Erinnerung an den vergnüglichen Tag, den Zanrelot ihm ins Gedächtnis gerufen hat, und lacht sogar leise dabei. „Ja, die Pubertät“, grinst er. „Und die herrlichen Pickel, mit denen wir ihre Bilder verziert haben, die waren ein reines Kunstwerk.“ Zanrelot vermutet, dass inzwischen alle alten Wächter in der Pubertät sind, was ihnen ihre Aufgabe zusätzlich erschweren würde und Matreus nickt. „Die sind bestimmt ständig nur am Rumzicken. Nur auf Otti müssen wir aufpassen, der könnte die Pubertät inzwischen sogar hinter sich gelassen haben. Aber vielleicht müssen wir uns auch gar keine Sorgen machen. Sollte unser Umzug unentdeckt bleiben, gibt es auch keine Wächter. Im Moment sind sie ja ohnehin keine Wächter mehr, sie haben das Amt ja an die Hamburger Wächter abgegeben.“

Auf Zanrelots Bitte hin geht Matreus zu den Zanreloten, um ihnen den Auftrag zu geben, alles für den Umzug vorzubereiten. Dass Jona ebenfalls die Befugnis bekommen soll, den Zanreloten Befehle zu erteilen, behagt ihm zwar nicht allzu sehr, seiner Meinung nach traut Zanrelot ihm viel zu schnell und er hält es für einen Fehler, ihm jetzt schon so viel Macht zu geben, aber er widerspricht Zanrelot natürlich nicht. Lux und er werden Jona in jedem Fall im Auge behalten, damit sie einschreiten können, falls er für Zanrelot gefährlich werden könnte.

Die Zanreloten machen sich gleich an die Arbeit und Matreus packt tatkräftig mit an. Dabei hört er zu, wie die anderen sich darüber unterhalten, wie Zanrelot zurück nach Lübeck kommen soll. Lux hat die perfekte Idee und bietet sich gleich selbst als Transportmittel an. Jona ist einverstanden und Matreus ist froh darüber. Ihm ist viel wohler bei dem Gedanken, dass sich Zanrelot Lux anvertraut und nicht Jona. „Ich halte es auch für die beste Idee, mit Lux zu reisen, Vater“, sagt er und werkelt emsig weiter.

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32 Re: Das Rollenspiel am Di Dez 16, 2008 12:33 pm



Zanrelot wird schwindelig von all dem Gerede und Gewusel. Er hofft sehr, dass der Heimatboden in Lübeck (in seinem Fall ja nicht unter seinen Füßen, sondern über seinem Kopf) ihn schnell wieder zu Kräften bringen wird.

Er hört sich an, wie seine drei Helfer über seinen Rücktransport diskutieren. Als sie fertig sind, seufzt er nur matt: "Fragt mich eigentlich auch irgendwer? Aber einverstanden, machen wir es so. Lux, komm her!" Er winkt sie zu sich. Dann befiehlt er, leicht peinlich berührt, seinen Söhnen, den Raum zu verlassen. Es wäre unschicklich, wenn sie zusähen, wie er sich mit einer Frau "vereinigt", wenngleich nicht im üblichen Sinne. Immerhin müssen sie sich dabei umarmen, das muss keiner sehen.

Sobald sie miteinander allein sind, breitet Zanrelot die Arme aus. Seine Haltung sieht allerdings weniger aus wie die eines Liebenden, als eines leidenden Gekreuzigten. Was man aber auch für Opfer bringen muss! Er schafft es nicht, Lux bei der Umarmung ins Gesicht zu sehen, sondern dreht den Kopf zur Seite. Seine Miene zeugt von äußerster Anspannung. "Ach ja", fällt ihm noch ein, "denk daran, Lux, dass wir uns erst in der Unterwelt wieder voneinander lösen dürfen. Sonst würden wir beide daran sterben. Jona und ich haben das schon mal durch, und ich kann dir sagen, es ist alles andere als angenehm." Dann schließen die beiden sich gegenseitig fest in die Arme und Zanrelot keucht vor Schmerz, so dass er Mühe hat, die nötigen Zauberworte auszusprechen.

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33 Re: Das Rollenspiel am Di Dez 16, 2008 1:28 pm



Lux triumphiert innerlich, als die anderen ihrem Vorschlag zustimmen, und als auch Zanrelot selbst sich bereit erklärt, schlägt ihr Herz höher. Nun geht auch schon alles recht schnell. Der Meister schickt seine Söhne aus dem Zimmer und breitet die Arme aus. Er sieht allerdings merkwürdig steif und verspannt dabei aus, und dann fällt es ihr wieder ein: Liebevolle Berührungen bereiten ihm ja Unbehagen und Schmerzen! Armer Zanrelot, sie sollten es wirklich so schnell wie möglich hinter sich bringen. Sie verspricht ihm noch rasch, seinen Rat zu befolgen, stürzt sich mit einem Satz in seine Arme und drückt ihn fest an sich, um die Sache zu beschleunigen. Es tut ihr selbst weh, seine Schmerzenslaute zu hören.

Aber dann hört es auf. Und wo eben noch Zanrelot in ihren Armen lag, ist nichts mehr. Sie umarmt die leere Luft. Doch in ihrem Körper spürt sie ein plötzliches Ziehen, dann ein warmes Gefühl, das sich ausbreitet, als wenn eine Flamme in ihr wächst. Die züngelt und schlängelt sich in Lux' Körper empor, bis sie ihr Gehirn erreicht. Lux kann spüren, dass sie nun nicht mehr allein im Oberstübchen ist.

"Gut angekommen?" flüstert sie. 'Ja', hört sie Zanrelots Stimme in ihrem eigenen Kopf, 'aber du brauchst nicht laut zu reden. Denken reicht, ich bin ja hier drin.' Lux findet das cool. Ohne Worte mit dem Meister reden zu können, das ist ja fantastisch! Doch dann erschrickt sie. Es befinden sich auch Gedanken und Fantasien in ihrem Köpfchen, die er besser nicht sehen sollte! Er könnte sie für respektlos halten oder am Ende vielleicht sogar Schmerzen haben... 'Meister?' fragt sie lautlos, nur in ihren Gedanken, 'könnt Ihr... ALLES lesen, was ich denke?' 'Wer würde das wollen?' hört sie seine Stimme knurren, 'glaubst du im Ernst, ich vergeude in meinem Zustand so viel magische Energie?' Lux ist einigermaßen erleichtert.

'Hast du es bequem,... oh, Verzeihung, ich meine: Habt Ihr es bequem, Meister?' 'Ziemlich eng, aber es geht. Und von mir aus sag 'du', solange ich hier drin bin, alles andere ist irgendwie albern, wenn man ein gemeinsames Hirn bewohnt.' Durch die Gehirn-WG strömen ein paar Glücks-Impulse, die natürlich von Lux ausgehen. Sie findet es nämlich nicht unangenehm eng, sondern kuschelig, mit Zanrelot hier drin, und dass sie ihn duzen darf, ist eine große Vergünstigung. 'Könntest du diese fürchterliche Endorphinflut etwas dämpfen?' bittet Zanrelot, aber das schafft Lux beim allerbesten Willen nicht.

'Dann muss es halt so gehen', seufzt Zanrelot schicksalsergeben, 'aber jetzt rück mal ein Stück und lass mich dein Megaphon benutzen!' 'Mein was?' 'Na, deinen Mund! Ich würde gern mit meiner eigenen Stimme zu meinen Söhnen reden, wenn du erlaubst.' 'Ach so. Bedien dich!'

Ein komisches Gefühl für Lux, sich selbst plötzlich mit Zanrelots Stimme reden zu hören! Für seine Söhne ist es sicher auch ein seltsamer Anblick. Seine erste Amtshandlung ist es nämlich, die beiden wieder herein zu rufen.

"So, Jona, Matreus, kommt rein, wir sind fertig! Den restlichen Kram können die Zanreloten verpacken. Ich hoffe doch, ihr habt bereits ein Taxi für uns bestellt und es steht draußen bereit?"

'Darf ich mal?' Lux Stimme drängelt sich kurz vor: "So, Leute, ich würde sagen, ihr geht voran und stellt sicher, dass da oben die Luft rein ist, bevor ich den Meister mitbringe. Na los, worauf wartet ihr noch?"

'He, das ist mein Satz!' 'Ist das nicht egal, solange wir beide hier drinnen stecken?' 'Nein, mit meiner Stimme wär es besser gekommen!' 'Okay, nächstes Mal lasse ich dich wieder die beiden scheuchen.' 'Verbindlichsten Dank!' 'Kann es sein, dass das eben etwas ironisch klang?' 'Neiiiin!'

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34 Re: Das Rollenspiel am Di Dez 16, 2008 5:41 pm

Jona verlässt gehorsam den Raum, als Zanrelot ihn und Matreus hinausschickt. Er hat auch keinen Bedarf, zuzusehen, wie sein Vater ausgerechnet in diese misstrauische Hexe hineinschlüpft. Kurz darauf werden sie zurückgerufen und es ist mehr als befremdlich, Lux mit Zanrelots Stimme reden zu hören. Aber noch schlimmer ist, dass sich Lux herausnimmt, hier Befehle zu erteilen. Kaum hat sie ihren Meister in sich, glaubt sie anscheinend, selbst zur Meisterin aufgestiegen zu sein.

Jona schluckt seinen Ärger hinunter und murmelt: „Ich sehe nach, ob das Taxi schon da ist.“ Rasch entfernt er sich, um kurz darauf in der Oberwelt aufzutauchen und das Taxi herbeizuwinken. Er atmet tief durch, die Fahrt nach Lübeck kann losgehen.

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35 Re: Das Rollenspiel am Di Dez 16, 2008 6:01 pm

Matreus nutzt die Zeit, in der Zanrelot Jona und ihn aus dem Raum schickt, um den Zanreloten die letzten Anweisungen für das Packen zu geben und bei den wichtigsten Dingen noch selbst Hand anzulegen. Als Zanrelot nach Jona und Matreus ruft, eilt Matreus rasch zu ihm und mustert die vor ihm stehende Lux mit neugierigen Blicken. Es ist natürlich eindeutig Lux, die vor ihm steht, aber in ihrer Mimik ist deutlich auch Zanrelot zu erkennen. Irgendwie faszinierend.

Matreus überlässt es Jona, sich um das Taxi zu kümmern und bleibt bei Zanrelot-Lux, um sie an die Oberwelt zu begleiten. Ein letztes Mal schaut er sich in der Hamburger Zentrale um, er lässt sie nur zu gerne hinter sich. Auf dem Weg nach oben kommt ihm plötzlich ein Gedanke. „Wisst ihr, welchen Vorteil wir noch auf unserer Seite haben? Der Spiegel, die Schleuse. Die ist doch hier in Hamburg. In Lübeck haben die Wächter damit gar keine Gelegenheit, in die Unterwelt zu kommen und uns auf die Nerven zu gehen. Vielleicht sollten wir diesen verdammten Spiegel zerstören, damit es so bleibt.“

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36 Re: Das Rollenspiel am Mi Dez 17, 2008 12:13 pm


Auf dem Weg nach oben macht Matreus den Vorschlag, den magischen Spiegel zu zerstören, damit niemand mehr unbefugt die Unterwelt betreten kann. 'Sehr gute Idee!' denkt Lux. 'He, das wollte ich gerade denken!' 'Ist ja gut, hat ja keiner außer uns gehört. Du darfst es laut sagen.' "Eine sehr gute Idee, Matreus! Ich habe es nämlich gründlich satt, dass jeder nach Herzenslust bei uns Hausfriedensbruch begeht." Lux bemächtigt sich mal eben ihres Mundes, um auch ihren Senf dazu zu geben: "Ich bin derselben Meinung. Wir können ebenso gut den alten Brunnenschacht benutzen. Na ja, was dich angeht, Matreus, du kannst eh durch Wände gehen. Hast mir halt ein Vierteljahrtausend magische Ausbildung voraus." Sie hat das neidlos und sehr anerkennend gesagt und Matreus dabei zugewinkert. Den weiteren Gedanken, der ihr dazu einfällt, spricht sie nicht aus: 'Und Jona, der Faulpelz, ist genauso alt wie Matreus, doppelt so alt wie ich, aber ein magisches Baby! Das kommt halt davon, wenn man seine Zeit mit Gammeln in der Oberwelt totschlägt, statt eine magische Ausbildung zu machen.' 'He, das hab ich gehört!' 'Ups! Ist doch aber wahr.' 'Na ja, es ist was dran. Aber Jona wird alles schnell nachholen. Mein Sohn ist begabt.' 'Sicher.'

Zanrelot ergreift wieder das Wort aus Lux' Mund: "Wir beide gehen jetzt zum Taxi. Schleich bitte leise, Lux! Matreus, du zerstörst rasch noch den Spiegel, aber bitte erst, wenn wir sicher im Taxi sitzen. Du bist ein guter Sprinter, du schaffst es noch zu uns, bis irgendwer angerannt kommt. Also, wir warten draußen auf dich. Mach deine Sache gut!"

Lux betritt die Oberwelt und geht auf Zehenspitzen durch das Wächterhaus hinaus zur Straße, wo Jona und das Taxi warten. Schön leise und vorsichtig, schließlich trägt sie das Kostbarste in sich, was es nur geben kann. Als sie bei Jona anlangt, sagt sie mit einem süffisanten Lächeln: "Nimm schon mal auf der Rückbank Platz! Du wirst ja wohl einer Dame den Vordersitz überlassen und wenn nicht, dann doch deinem Vater und Meister."

Zanrelots Stimme lässt sich mit leisem Spott in ihrem Kopf vernehmen: 'Ich jedenfalls bin ein Gentleman und würde einer Dame ja gern die Tür aufhalten. Du müsstest mir aber deine Arme dafür leihen.' 'Oh, danke!' Lux hält sich selbst mit einer eleganten Bewegung die Tür auf, dann schlängelt sie sich auf den Beifahrersitz und grinst den Taxifahrer an. 'Hör auf mit den Wimpern zu klimpern, das ist ja fürchterlich!' 'Eifersüchtig?' 'Pah! Ich? Nein, es fühlt sich nur so albern an.' 'Tja, du steckst im Körper einer Frau.' 'Hmpf!'

Lux' Freundlichkeit gegenüber dem Taxifahrer ist aber reine weibliche Berechnung. Schließlich soll er nachher schön brav tun, was sie verlangt. Also sollte man ihn vorher warmlaufen lassen, genau wie den Motor seines Autos. "Hören Sie gut zu", erklärt sie ihm nach ein paar belanglosen Nettigkeiten, "wir warten noch auf einen Freund. Er müsste jeden Moment aus dem Haus kommen. Sobald er im Auto sitzt, fahren Sie unverzüglich los und mit Tempo! Verstanden? Wir möchten dann bitte nach Lübeck." Nervös schaut sie zur Haustür. Hoffentlich ist Matreus nicht in Schwierigkeiten geraten.

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37 Re: Das Rollenspiel am Do Dez 18, 2008 2:38 am

Jona wartet ziemlich ungeduldig auf das Erscheinen von Lux mitsamt seinem Vater und Matreus – wenn er auf Letzteren auch gut verzichten könnte – und auch der Taxifahrer schaut ziemlich genervt auf die Uhr. „Wer zahlt mir eigentlich die Wartezeit?“, mosert er und Jona entgegnet nicht minder genervt: „Sie werden ihren Lohn schon erhalten. Sie werden gleich kommen.“

Kurz darauf erscheinen endlich Lux und Zanrelot, von Matreus keine Spur. Noch bevor er fragen kann, wo sein Cousin bleibt, schickt Lux ihn mit einem Lächeln auf dem Gesicht auf die Rückbank, das er ihr am liebsten aus dem Gesicht gewischt hätte. Aber ihren Worten zu widersprechen wäre auch eine Respektlosigkeit seinem Vater gegenüber und er macht gute Miene zum bösen Spiel und sagt gelassen: „Selbstverständlich.“

Jona steigt ein und für einen Moment hofft er schon, dass Matreus gar nicht mitfährt. Lux zu ertragen ist schon schlimm genug. Aber nein, der Taxifahrer erhält den Auftrag zu warten, bis der „Freund“ kommt und dann mit Tempo loszufahren. Jona zieht erstaunt die Augenbrauen hoch, warum das denn? Und warum sieht Lux so nervös zur Tür? Jona lehnt sich in die Sitzbank zurück und fixiert den Taxifahrer strafend im Rückspiegel, der vor sich hinmurmelt: „Ich bin Taxifahrer und kein Taxisteher“, worauf dieser lieber den Mund hält.

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38 Re: Das Rollenspiel am Do Dez 18, 2008 2:50 am

Matreus freut sich über das Lob seines Ziehvaters wegen seiner Idee, den Spiegel zu zerstören. Auch Lux’ Anerkennung über seine Fähigkeit, durch Wände gehen zu können, erfreut ihn und er erwidert ihr Zwinkern. Als Zanrelot ihm den Auftrag gibt, mit der Zerstörung des Spiegels zu warten, bis sie im Taxi sitzen, verneigt er sich leicht und versichert: „Ich werde so schnell zu Euch stoßen, wie ich kann.“

Matreus wartet, bis er Autotüren zuschlagen hört. Dann schleicht er sich in das Hamburger Wächterhaus und geht zu dem großen Spiegel, der noch immer hier steht, obwohl er so lange nicht mehr benutzt wurde. Und so soll es auch bleiben. Er überlegt kurz, ob er den Spiegel mit irgendeinem schweren Gegenstand einschlagen soll, entscheidet sich dann aber für eine einfachere Variante und kippt das Ding einfach um. So denken die Wächter vielleicht sogar, dass der Spiegel von allein umgekippt ist, und vermuten nicht gleich, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen sein könnte.

Das Klirren schallt laut durch das Haus und schon im nächsten Moment schallen erschrockene Schreie von oben herunter. Die Bewohner sind eindeutig wach geworden und es kann nur noch Sekunden dauern, bis sie unten sind und die Bescherung sehen. Matreus rennt los, so schnell er kann und muss dabei feststellen, dass er in der Zeit seiner Verbannung sowohl an Schnelligkeit als auch an Ausdauer eingebüßt hat. Trotzdem schafft er es, das Taxi zu erreichen, bevor die Wächter vor den Scherben des Spiegels stehen.

Matreus reißt die Tür des Taxis auf und lässt sich neben Jona fallen. „Wir können losfahren!“, ruft er aus und knallt die Tür zu. Der Taxifahrer lässt sich das nicht zweimal sagen und gibt Gas, dass der Kies unter den Reifen nur so durch die Gegend spritzt. Matreus wirft nur einen kurzen Blick zurück und richtet den Blick dann strahlend nach vorne. „Lübeck, wir kommen.“

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39 Re: Das Rollenspiel am Do Dez 18, 2008 12:35 pm



"Huiii!" ruft Lux enthusiastisch aus, als das Taxi duchstartet, "Sie haben ja Feuer unter den Reifen, Mann! Weiter so, es soll Ihr Schaden nicht sein." Sie wedelt ihm mit einem Bündel Banknoten vor der Nase herum, nur um es dann unerreichbar in ihrem Ausschnitt zu versenken. Durch den Rückspiegel wirft sie einen Blick nach hinten. "Ich hoffe, ihr seid gut angeschnallt!"

'Ein Wunder, dass mir bei diesem Tempo nicht schlecht wird.' 'Tja, momentan teilen wir uns meinen Magen, der ist stabiler als deiner.' 'Ja, scheint so. Aber jetzt schau aus dem Fenster!' 'Was?' 'Schau aus dem Fenster! Ich möchte die Oberwelt sehen.' 'Ach so. Klar.' Lux bemüht sich, während der ganzen Fahrt den Blick nach draußen zu richten, damit Zanrelot etwas sehen kann. Für sie ist diese norddeutsche Landschaft ja nichts Neues, aber für ihn sicher sehr aufregend. Er hat so selten die Gelegenheit, sich oben umzusehen, da soll er natürlich nichts versäumen. 'Und, wie findest du es?' 'Komische Welt. Zu hell, zu bunt, zu laut. Krankmachend. Aber doch von Zeit zu Zeit mal interessant anzusehen. Anders, als immer nur über den Bildschirm oder auf deinen Fotos.'

'Lux, du sollst doch aus dem Fenster schauen.' 'Ja, Moment...' 'Lux! Was machst du da?' Sie kramt in ihrer Handtasche herum. 'Die Oberwelt ist voll schlechter Gerüche. Das kann ich dir und mir nicht länger zumuten.' 'Was hast du vor?' 'Dagegenduften!' Sie zieht nacheinander verschiedene kleine Fläschchen aus der Tasche. 'Wie wäre es damit? 'Terre', duftet wie tief unter der Erde, nach Feuer, Stein und modrigem Erdreich. Oder hier: 'Obsession', momentan sehr passend. Oder doch lieber das rote? 'Magnifique', aus echtem Magma?' 'Lux! Lass es!!! Untersteh dich, mich vollzusprühen!' 'Ah, warte, Zanrelot, ich habe das Richtige für dich. Wetten, dagegen hast du nichts einzuwenden? Hier, ich nenne es 'Envy', wie den Neid, den giftgrünen Neid.' Bevor Zanrelot protestieren kann, wird seine und ihre gemeinsame Nase schon eingenebelt. 'Lux! Aus! Pfui! Huch,... aber...' 'Na? Riecht doch sehr angenehm, oder?' 'Aber das ist ja...' 'Grünes Elixier aus dem Sprühflakon, ja.' 'Du nimmst MEIN kostbares grünes Elixier, um dich damit zu parfümieren???' 'Für den kleinen Energiekick zwischendurch. Tut es nun gut oder nicht?' 'Grrr,... ja. Hmpf. Schau lieber wieder nach draußen.' 'Aye aye, Sir.' Lux lehnt sich lächelnd im Sitz zurück und genießt mit Zanrelot gemeinsam die Aussicht. Rausgucken macht viel mehr Spaß, wenn jemand dabei ist, dem man noch was Neues zeigen kann.

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40 Re: Das Rollenspiel am Do Dez 18, 2008 2:07 pm

Als Jona erst ein lautes Klirren hört und dann Matreus um die Ecke schießen sieht, kann er sich schon denken, was im Haus geschehen ist. Er muss den Spiegel zerstört haben. Zugegebenerweise eine gute Idee, aber Jona würdigt Matreus’ Tat mit keinem Wort, sondern starrt nur aus dem Fenster, nachdem er Lux kurz giftig angesehen hat wegen ihrer Mahnung sich anzuschnallen. Er mag von dieser Möchtegerndämonin nun mal keine Befehle entgegennehmen. Und überhaupt, wie sie dem Taxifahrer mit ihrem Geldbündel vor der Nase herumwedelt. Wie primitiv!

Auf der Fahrt herrscht nun wenigstens erst mal Ruhe. Sollte Lux irgendetwas von sich geben, und davon geht Jona aus, denn die kann doch nie still sein, läuft es wohl per gedanklichem Kontakt ab. Sein Vater kann ihm wirklich leidtun, aber Jona ist egoistisch genug, um zu denken, dass es ihm doch lieber ist, wenn Zanrelot sie ertragen muss und nicht er.

Ganz so ungestört wie gehofft, verläuft die Fahrt dann leider doch nicht, denn Lux kramt in ihrer Handtasche herum und befördert ein Fläschchen zutage. Bevor irgendjemand sie stoppen kann, hat sie sich damit auch schon eingenebelt und Jona atmet vorsichtshalber erst mal nur ganz flach. Trotzdem erreicht der Duft seine Nase, und als er erkennt, worum es sich handelt, schüttelt er tadelnd den Kopf. „Was für eine Verschwendung“, murmelt er.

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41 Re: Das Rollenspiel am Do Dez 18, 2008 2:30 pm

Matreus sitzt neben Jona, der reichlich schlecht gelaunt wirkt. Davon lässt sich aber Matreus nicht beeindrucken, sondern er schaut aus dem Fenster und saugt alles in sich auf, was er dort sehen kann. Nach einer so langen Zeit in absoluter Finsternis hat er ein großes Nachholbedürfnis. Und seine Hände, die so lange nichts mehr berühren durften außer sich selbst, streichen geradezu zärtlich über das Polster des Taxisitzes, über die Nähte, über die Seitenverkleidung der Tür, den Griff zum Öffnen, einfach über alles, was sie erreichen können, und Matreus hat dabei einen ganz verzückten Gesichtsausdruck.

Für Matreus könnte die Fahrt gerne noch viel länger dauern, besonders, nachdem Lux sich mit dem Elixier parfümiert hat und es im Taxi so herrlich erfrischen und belebend duftet. Aber das Ende der Reise naht und als das Taxi hält, steigt er gleich aus und atmet tief durch. Endlich atmet er wieder Lübecker Luft.

Nachdem der Taxifahrer bezahlt wurde und davongefahren ist, deutet Matreus in die Richtung, in der der Brunnenschacht liegt. „Wir sollten gleich hinuntersteigen, bevor uns jemand entdeckt“, schlägt er vor. Er läuft neben Lux her und sagt: „Vater, bekomme ich denn auch meinen Zauberstab zurück? Wo ist er überhaupt?“

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42 Re: Das Rollenspiel am Do Dez 18, 2008 3:04 pm


Das Ziel ist erreicht. "Lübeck!" entfährt es Zanrelot laut und erleichtert mit seiner eigenen Stimme. Zum Glück kriegt der Taxifahrer es nicht mehr mit, denn sobald der sein Geld in den Händen hält, interessiert ihn nichts anderes mehr und er macht sich aus dem Staub.

Zanrelot lässt Lux' Augen noch einmal gründlich über die Stadt schweifen, bevor er die Oberwelt nicht so bald wiedersehen wird. Denn allzu oft, und vor allem allzu lange, sollte man eine solche Körperbesetzung nicht durchführen. Zu groß ist das Risiko von Nebenwirkungen. Beim Blick auf die Silhouette der Stadt atmet Zanrelot tief durch, breitet Lux' Arme aus und sagt: "Lübeck gehört mir!" Was er verschweigt, ist das Gefühl, dass umgekehrt durchaus auch er dieser Stadt gehört. Erst jetzt wird ihm bewusst, dass er in Hamburg ziemliches Heimweh hatte.

Mist, den Gedanken hätte er sich aber auch aufsparen können, bis ihre Körper wieder getrennt sind! Jetzt hat Lux den gehört und fühlt sich aufgefordert, ihn zu trösten! Zanrelot hat es nun plötzlich sehr eilig, in die Unterwelt zu kommen, damit sie die Trennung vollziehen können.

Lux ist beim Abstieg durch den Brunnenschacht sehr vorsichtig, damit sie nicht etwa sich und somit Zanrelot verletzt. Auf dem Weg nach unten sagt sie mit ihrer eigenen Stimme zu Matreus: "Ich fürchte, deinen Zauberstab habe ich in all der Aufregung in der Hamburger Zentrale liegenlassen. Es tut mir so leid!" Doch gleich darauf bemächtigt sich Zanrelot ihres Mundes und beruhigt Matreus: "Den bringen die Zanreloten dann schon mit. So etwas würden sie nicht liegenlassen. Und sie selbst können zum Glück nichts damit anfangen, außer sich unterwegs an ein paar Seifenblasen zu erfreuen. Ich hoffe, sie kommen bald mit unserem Inventar."

Der Abstieg ist geschafft, aber der Anblick der völlig leeren Zentrale ist doch etwas deprimierend. Trotzdem, zuhause ist zuhause, der Rest kommt mit der Zeit.

Was aber Zanrelot, zu Lux' Leidwesen, sofort hinter sich bringen möchte, ist die Auflösung der magischen Symbiose. Nur auf seinen ausdrücklichen Wunsch konzentriert sie sich ganz fest auf ihre Eigenständigkeit, ebenso wie er. Nach einigen Minuten höchster beiderseitiger Anstrengung entströmt Lux' Körper eine grüne Rauchwolke, die sich ausdehnt, verformt, verfärbt und verfestigt, bis Zanrelot in seinem eigenen Körper wieder vor ihr und seinen Söhnen steht. Lux schaut ihm verträumt in die Augen, als er ihr so gegenüber steht, noch ganz in die Erinnerung versunken, die sie nie wieder loslassen wird. Er schaut kurz intensiv zurück, wendet dann aber brüsk den Blick ab und schaut seine Söhne etwas peinlich berührt an. Er hofft sehr, dass sie kein Wort über das Geschehene verlieren, sondern über andere Dinge reden oder sich anderweitig beschäftigen werden.

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43 Re: Das Rollenspiel am Do Dez 18, 2008 10:10 pm

Matreus fühlt sich wie in guten alten Zeiten, als Zanrelot mit ausgebreiteten Armen vor der Silhouette von Lübeck steht und „Lübeck gehört mir!“ verkündet. Daran kann auch die Tatsache nichts ändern, dass er in Lux’ Körper steckt. Matreus freut sich, dass Zanrelot offenbar glücklich darüber ist, nach Lübeck zurückgekehrt zu sein und ihm selbst ist auch danach, Luftsprünge zu machen, die er sich aber dann doch lieber verkneift, um nicht doch noch einen tadelnden Blick von Zanrelot zu ernten.

Auf dem Weg nach unten in die Zentrale hat es Zanrelot sehr eilig und Matreus vermutet, dass er so schnell wie möglich wieder nur noch in seinem eigenen Körper stecken möchte. Trotzdem wagt er es, nach seinem Zauberstab zu fragen, aber Lux’ Antwort lässt ihn heftig erschrecken, sie hat ihn in der Hamburger Zentrale liegen lassen. Er starrt ihn entsetzt an und es verschlägt ihm sogar die Sprache. Doch Zanrelot beruhigt ihn, dass die Zanreloten ihn bestimmt mitbringen werden. Matreus murmelt: „Wollen wir es hoffen.“ Bis die Zanreloten mit dem Inventar eintreffen, wird er allerdings keine Ruhe haben.

Anders als bei der magischen Vereinigung von Zanrelot und Lux dürfen Jona und Matreus der Trennung beiwohnen. Matreus schaut erst interessiert und dann überrascht zu, wie Lux in Zanrelots Augen zu versinken scheint. Und Zanrelot schaut sogar einen Moment lang zurück, bevor er sich heftig abwendet und ziemlich peinlich berührt aus der Wäsche guckt.

Um Matreus’ Mund zuckt für einen Moment ein ganz leichtes Grinsen, dann reißt er sich zusammen und tut so, als ob er nichts gemerkt hätte. Er schaut sich um, wie er sich nützlich machen könnte, und findet sogar noch einen Staubwedel. Der ist zwar selbst völlig verstaubt, aber nachdem Matreus ihn ordentlich ausgeschüttelt hat, kann man damit das Modell von Lübeck wieder perfekt abstauben. Und genau auf diese Aufgabe stürzt er sich jetzt, auch wenn er alle paar Sekunden heftig niesen muss.

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44 Re: Das Rollenspiel am Do Dez 18, 2008 10:43 pm

Jona steht mit verschränkten Armen neben Zanrelot in Lux’ Gestalt, als dieser seinen Besitzanspruch auf Lübeck erneuert. Es gab einmal einen Moment, da sollte die Welt ihnen beiden gehören, Vater und Sohn, aber heute ist davon offenbar keine Rede mehr. Heute ist es nur noch ‚sein’ Lübeck.

Auf dem Weg in die Zentrale hinunter macht sich Matreus Sorgen um seinen Zauberstab und Jona kann nicht behaupten, dass ihm sein Verlust leidtut. Heimlich hofft er sogar, dass der Zauberstab unterwegs verloren geht, aber so zugetan, wie Zanrelot ihm neuerdings ist, würde er wohl ohnehin bald Ersatz bekommen. Kein Wunder, Matreus schleimt sich ja auch gründlich ein mit seinem eifrigen Einsatz beim Staubwischen. Jona sieht keine Veranlassung, sich an der Säuberungsaktion zu beteiligen, wenn die Zanreloten erst eingetroffen sind, können sie sich darum kümmern. Und bis dahin dauert es ja bestimmt nicht mehr lange.

Jona ist erleichtert, als die Trennung von Zanrelot und Lux vollzogen ist. Es wurde allerhöchste Zeit, dass getrennt wird, was nicht zusammengehört. Als Lux Zanrelot hinterher geradezu anhimmelt, verdreht Jona die Augen. Was bildet die sich denn ein? Dass sie Zanrelots Herzensdame werden könnte, obwohl auch ihr völlig bekannt ist, dass er auf Gefühle allergisch reagiert? So naiv kann auch nur die sein. Und Zanrelot? Der ist offensichtlich peinlich berührt, was Jona aber nicht kommentiert. Stattdessen sagt er zu Lux: „Nun, Lux, wir sind dir natürlich sehr dankbar, dass du uns gerettet hast, aber du wirst bestimmt nicht hier unten in diesem“, er deutet um sich herum, „Dreck und Chaos hausen. Wenn du möchtest, begleite ich dich noch gern an die Oberfläche zurück.“

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45 Re: Das Rollenspiel am Fr Dez 19, 2008 11:23 am



Lux ist noch völlig in Gedanken, als Jona ihr plötzlich das "nette" Angebot macht, sie an die Oberfläche zu begleiten. Das könnte dem so passen! Lux hat nicht vor, jemals wieder von Zanrelots Seite zu weichen. Manche Fehler macht man zum Glück nur einmal. "Nein danke", sagt sie liebenswürdig zu Jona, "nur keine Umstände. Ich bleibe. Was Dreck und Chaos angeht, werde ich mich daran beteiligen, sie zu beseitigen." Sie hat das Wort "ich" stark betont, was ein dezenter Hinweis darauf ist, dass Jona nicht mithilft.

Ihm gegenüber hat sie so forsch gesagt: "Ich bleibe." Aber natürlich hängt das vom Einverständnis des Meisters ab. Der schaut gerade Matreus beim Abstauben des Lübeck-Modells zu. "Zanrelot, ähm, Meister", spricht sie ihn an, "ich möchte gern bei Euch bleiben. Für immer. Es war ein großer Fehler, je fortzugehen und ich habe ihn all die Zeit über bereut, die ich nicht da war. Ich will Euch nie wieder enttäuschen. Darf ich bleiben, bitte?"

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46 Re: Das Rollenspiel am Fr Dez 19, 2008 12:03 pm



Zanrelot hat sich neben Matreus gestellt und schaut ihm interessiert beim Abstauben des Stadtmodells zu, so lange, bis er selber niesen muss. Er zieht sein grünes Tüchlein aus der Tasche seines Jacketts und schnäuzt sich dezent. Nachdenklich betrachtet er die Miniaturgebäude, auf denen sich der Staub zentimeterdick auftürmt, an den Stellen, wo Matreus noch nicht hingekommen ist. "Sehr realistisch", sagt er, "auf Lübeck lastet der Staub der Jahrhunderte. Alter Dreck und alte Schuld. Es wird Zeit, dass ein frischer Wind weht" - er pustet einmal kräftig mitten in den Staub und wirbelt eine graue Wolke auf - "der das Alte wegbläst und Platz macht für Neues. Ich will keinen Stein mehr auf dem anderen sehen, der den Tod meines Vaters mitangesehen hat und den Geist dieser grässlichen Zeit noch atmet. Ich will das alles ausradieren und den undankbaren Lübeckern ein neues Lübeck erbauen." Er blickt auf die Stelle, wo hoffentlich bald wieder sein Computerterminal stehen wird. "Wenn ich es geschafft habe, das Mittelalter abzustreifen und mich dieser neuen Zeit anzupassen, dann wird diese verfluchte Stadt das doch wohl auch schaffen!"

Lux unterbricht seine Träume von modernen Gebäuden aus feinstem, grün leuchtendem Malefizionit. Er schrickt leicht zusammen, als sie ihn so plötzlich von hinten anspricht und dreht sich halb zu ihr um. Jetzt, wo sie nicht mehr einen Körper miteinander teilen, spricht sie viel respektvoller mit ihm, als während der Symbiose. So ist es angemessen, und doch erscheint es ihm nach all dem irgendwie seltsam. Fast vermisst er ihre kecke Art, ihm über den Mund zu fahren (was natürlich ihr gutes Recht war, solange es sich dabei um ihren eigenen Mund handelte).

Sie möchte also bleiben. Für immer. Zanrelot verengt seine Augen und mustert sie nachdenklich, mit einem Anflug von Misstrauen. Es ist weniger ein konkreter Argwohn gegen sie, als gegen die ganze Welt. Wer wollte nicht schon alles bleiben, für immer... Bisher hat er sie alle verloren, seine Eltern, die einzige Frau in seinem Leben, den gemeinsamen Sohn, einmal auch Lux, zuletzt sogar Matreus. Drei sind zu ihm zurückgekehrt: Jona, Matreus und nun Lux. Aber meinen sie das wirklich, das "Für immer"? Nun, sie sind Dämonen, vielleicht ist auf sie Verlass. Auf Menschen, so viel weiß er, ist kein Verlass. Wie soll man sich auch an jemanden hängen, der einem jeden Moment wegsterben wird wie eine Eintagsfliege? Zudem sind Menschen mörderisch, grausam und undankbar. Der einzige, der Zanrelot, als er noch klein war, zuverlässig beigestanden hat, war ein Dämon: der Schwarze Abt. Also, ja, er sollte seinen Mitdämonen eine Chance geben. Jona hat sie bekommen, Matreus hat sie bekommen, Lux soll sie auch haben. Zumal er seine Rettung und die seiner beiden Söhne zu einem Großteil ihr verdankt und sie beide außerdem ein Erlebnis der besonderen Art verbindet. Er nickt leicht und gibt ihr zur Antwort: "Du bleibst." Das sollte genügen.

Vom Brunnenschacht her ertönt nun Gepolter und Getöse. Der riesige Umzugswagen mit den Zanreloten und dem Hab und Gut der Unterwelt ist eingetroffen. Die Dienerschar schleppt haufenweise Gegenstände nach unten und lässt sich von Zanrelot anweisen, was wohin soll. Lux, nach Zanrelots Worten offenbar regelrecht beflügelt, wuselt zwischen ihnen herum, packt hier und da mit an oder säubert etwas. Bald sieht es schon wieder einigermaßen wohnlich aus, aber immer noch schleppen die Zanreloten weiteres Zeug heran. Zanrelot winkt Matreus zu sich heran und deutet auf ein Grüppchen von Zanreloten im Hintergrund. "Mach diesem Unsinn ein Ende!" befiehlt er und schaut missbilligend auf die schillernden Seifenblasen, die aus Matreus' Zauberstab aufsteigen.

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47 Re: Das Rollenspiel am Fr Dez 19, 2008 11:27 pm

Jona hätte es ahnen müssen, dass Lux nicht so ohne Weiteres bereit sein würde, wieder in die Oberwelt zurückzukehren. Es ist offensichtlich, dass sie Zanrelot verehrt, wenn nicht gar mehr, und sie scheint sich hier häuslich niederlassen zu wollen. Ihre unverschämte Bemerkung, dass sie sich an den Aufräumarbeiten hier beteiligen wird, wobei sie mit ihrer Betonung deutlich macht, dass Jona bisher noch keine Anstalten in diese Richtung gemacht hat, lässt er unbeteiligt an sich abprallen. Auch ihre Beteuerung, Zanrelot nie wieder enttäuschen zu wollen, beeindruckt ihn wenig. Aber dass Zanrelot ihr tatsächlich erlaubt, hierzubleiben, behagt ihm überhaupt nicht. Lux ist in seinen Augen ein Störfaktor. Sie scheint ihn ständig zu beobachten und misstraut ihm offensichtlich, und Jona befürchtet, dass sie versuchen wird, Unfrieden zwischen Vater und Sohn zu säen.

Natürlich wagt Jona nicht, seinem Vater zu widersprechen. Er muss seine Entscheidung akzeptieren, aber das bedeutet nicht, dass er sich mit Lux vertragen muss. Er wendet sich von ihr ab und stellt sich neben seinen Vater, um ihm seine Verbundenheit zu demonstrieren und fixiert Lux mit seinen Blicken. Sie soll ruhig sehen, dass zwischen Vater und Sohn absolute Einigkeit besteht. An den Aufräum-, Auspack- und Säuberungsaktionen beteiligt er sich weiterhin nicht. Schließlich sind inzwischen die Zanreloten mit den Umzugskartons eingetroffen, die können sich darum kümmern.

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48 Re: Das Rollenspiel am Sa Dez 20, 2008 12:28 am

Matreus senkt demütig den Kopf, als Zanrelot niesen muss, weil er so viel Staub aufgewirbelt hat. „Verzeihung, Vater“, sagt er zerknirscht und wedelt nicht mehr ganz so heftig mit seinem Staubwedel. Er beobachtet dabei Zanrelot, der durch den Staub an das Unrecht erinnert wird, das ihm durch die Stadt Lübeck widerfahren ist, und der ein ganz neues Lübeck plant. „Hervorragende Idee, Vater“, bestärkt Matreus ihn. „Es wird Zeit, mit der Vergangenheit ein für alle Mal abzurechnen.“ Dann muss er gleich mindestens zwanzigmal am Stück niesen, weil Zanrelot mitten in die Staubschicht gepustet hat.

Matreus hält beim Staubwedeln erstaunt inne, als er hört, wie Lux Zanrelot bittet, in der Unterwelt bleiben zu dürfen. Noch erstaunter ist er, als Zanrelot ihr das Bleiben erlaubt. Aber er freut sich für Lux, schließlich hat sie geholfen, ihn aus der Hölle zu holen, wofür er ihr wohl bis in alle Ewigkeit dankbar sein wird. Und sie ist Zanrelot offensichtlich treu ergeben und hat auch ihn gerettet, ein weiterer Punkt, der für ihre Anwesenheit in der Unterwelt spricht. Matreus lächelt Lux kurz zu, er freut sich, dass sie bleiben wird. Es ist schön, jemanden um sich zu wissen, der einem sympathisch ist.

Matreus hört Geräusche aus der Richtung des Brunnenschachts. Das müssen die Zanreloten sein. Er begibt sich sofort zu ihnen und fängt an, beim Auspacken behilflich zu sein. Er geht völlig in der Aufgabe auf, alles wieder so zu richten, wie es vor dem Umzug nach Hamburg gewesen ist. Plötzlich winkt Zanrelot Matreus zu sich heran und er eilt sofort zu ihm. „Ja, Vater?“ Zanrelot deutet auf einige Zanreloten, die Matreus’ Zauberstab in der Hand haben, aus dem jede Menge Seifenblasen aufsteigen. Matreus ist empört und als Zanrelot ihm die Anweisung gibt, dem Unsinn ein Ende zu bereiten, erwidert er: „Mit dem größten Vergnügen!“ und eilt davon.

Matreus baut sich vor den Zanreloten auf, die Fäuste in die Seiten gestemmt, und herrscht sie an: „Wer hat euch erlaubt, meinen Zauberstab zu benutzen?“ Die Zanreloten sehen deutlich eingeschüchtert aus und drücken sich den Zauberstab gegenseitig in die Hände, um die Verantwortung sozusagen in andere Hände zu legen. Matreus hat schnell genug von der Vorstellung und ergreift entschlossen den Stab. „Macht euch gefälligst nützlich und schaut zu, dass hier bald wieder Ordnung herrscht!“, befiehlt er nachdrücklich und überwacht die Zanreloten, damit sie den Befehl auch wirklich befolgen.

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49 Re: Das Rollenspiel am So Dez 21, 2008 9:54 pm



Lux ist emsig damit beschäftigt, den Zanreloten beim Einrichten zu helfen, weil es ihr gar nicht schnell genug gehen kann, bis das unterirdische Zuhause wieder in altem Glanz erstrahlt und jeder von ihnen, vor allem aber Zanrelot, sich hier wohlfühlen kann. Mitten in der Arbeit hält sie plötzlich inne, weil sie sich beobachtet fühlt. Sie schaut in Richtung ihres Meisters und erblickt dessen Sohn an seiner Seite, der sie mit wenig freundlichen Augen fixiert. Sie starrt ungerührt zurück.

Wie demonstrativ sich Jona direkt neben seinem Vater positioniert hat, obwohl der momentan mit ganz anderen Dingen beschäftigt ist! Was will er ihr denn beweisen? Wie nahe er und Zanrelot sich stehen? Falls er denkt, dass sie das stört, täuscht er sich. Im Gegenteil, sie würde es Zanrelot so sehr gönnen, dass das Verhältnis zwischen Vater und Sohn endlich innig und ungetrübt ist und bleibt! Ihr fehlt nur der rechte Glaube. An Zanrelots echter Zuneigung zu Jona zweifelt sie nicht, wohl aber umgekehrt. Sollte Jona sich doch als treuer Sohn erweisen, wird Lux sich niemals gegen ihn stellen, oder zwischen ihn und Zanrelot. Doch wehe ihm, sollte er Zanrelot jemals wehtun! Er ist derjenige, der ihn am leichtesten und am tiefsten kränken könnte, und deshalb wird sie ihn mindestens so genau im Auge behalten, wie irgendeinen Wächter. Menschen, speziell Wächter, sind natürliche Feinde, nicht mehr und nicht weniger. Man bekämpft sich gegenseitig, aus purem Überlebensinteresse. Aber ein Sohn, der sich derart gegen den eigenen Vater stellt, wie Jona es bereits getan hat, das ist das, was selbst noch eine Dämonin als "böse" empfindet! Natürlich kann Lux nicht all das, was sie denkt, in ihren Blick legen. Aber einen unausgesprochenen Hinweis wird Jona hoffentlich herauslesen können: 'Jona, ich habe nicht vergessen, wozu du fähig bist!'

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50 Re: Das Rollenspiel am So Dez 21, 2008 10:52 pm



Zanrelot geht es momentan untypisch gut. Er ist endlich wieder zuhause, seine Kräfte kehren, wenn auch langsam, zurück und er bekommt Lust auf neue Pläne.

Er hat Matreus zurück. Vergessen sind dessen vorübergehende Abtrünnigkeit und das, was Zanrelot ihm daraufhin unabsichtlich angetan hat. Matreus ist da, wo er wie selbstverständlich hingehört: an seiner Seite. Und Zanrelot hat genug nachgedacht, um es in Zukunft als nicht ganz so selbstverständlich hinzunehmen.

Er hat Lux als weitere Helferin hinzugewonnen. Sie ist etwas anstrengend und irgendwie irritierend, aber auch treu ergeben.

Und er hat Jona an seiner Seite, den verlorenen Sohn! Endlich, endlich, endlich! Es hat so furchtbar lage gedauert, aber jetzt hat der Junge sich besonnen. Er ist an seiner Seite, ganz wörtlich. Stolz lächelt Zanrelot ihm zu. Doch Jona schaut gerade woanders hin, nämlich zu Lux. Wie schön, dass man Interesse aneinander hat. Jona und Matreus sind ja auch seit früher Kindheit gute Freunde, was will man mehr? Eine glückliche, kleine Familie in der Unterwelt. So soll es sein, so kann es bleiben. 'Gemeinsam sind wir unausstehlich!' denkt Zanrelot zufrieden.

Er nickt Matreus zu, der den Seifenblasen-Unsinn abgestellt hat und wieder im Besitz seines Zauberstabes ist. Ach ja, er muss sich sobald wie möglich darum kümmern, dass auch die anderen beiden Zauberstäbe bekommen. Und Unterricht, vor allem Jona! Nun, wo man keine Störungen durch Wächter mehr befürchten muss, wird Zanrelot sich dieser verantwortungsvollen Aufgabe in Ruhe widmen können. Notfalls muss die Rache an Lübeck noch ein bisschen warten. Dafür werden sie bald ein unschlagbares Team sein! Magisch gut geschulte "4 gegen W" (wie Wächter)! Zanrelot schließt aber nicht aus, dass man die Lübecker währenddessen schon auf die eine oder andere Weise ärgern könnte, zu Übungszwecken.

Unterdessen haben die Zanreloten bereits die Speisetafel, Stühle und Geschirr aufgebaut, und Zanrelot ruft mit ausgebreiteten Armen: "Jona, Matreus, Lux! Bevor wieder Arbeit auf uns wartet, lasst uns feiern!" Er nimmt am Kopfende Platz und wartet darauf, dass die anderen sich zu ihm setzen (Jona natürlich ihm gegenüber, die anderen beiden an den langen Seiten des Tisches). Mit einem Händeklatschen befiehlt er den Zanreloten: "Bringt reichlich grünes Elixier und Sekt!" Während die Diener den vieren einschenken, sagt Zanrelot vergnügt: "Wenn jemand Pläne für die Zukunft hat: Lasst hören!"

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