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Rollenspielforum für Harry Potter und 4 gegen Z


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RS der 4 gegen Z-Community

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1026 Re: RS der 4 gegen Z-Community am Sa Aug 29, 2009 1:58 am

Zanrelot sieht Matreus mit hängendem Kopf dastehen und erkennt, wie immer zu spät, dass er seinen Neffen sehr gekränkt hat und dass der es wohl nur gut gemeint hat. Und doch will es ihm nicht gelingen, nicht mehr sauer zu sein. Im Gegenteil, jetzt ärgert er sich zusätzlich auch noch über sich selbst. Nach außen hin kann man das nicht sehen, sondern nur, dass seine Laune keineswegs besser wird. Er sagt erst einmal gar nichts mehr, aber sein Blick spricht Bände und manchmal ist Schweigen schlimmer als Schreien.

Angewidert wandern seine Augen noch einmal über die neue Einrichtung, bis er endlich auf Matreus' Angebot antwortet: "Nein. Es ist bleibt, wie es ist, sozusagen als Mahnmal. Um mich täglich daran zu erinnern, dass wir uns in einer verweichlichten Zeit befinden und sogar meine eigene Familie auf solchen Kitsch steht." Es wäre netter gewesen, zu sagen, dass er ihnen den neuen Komfort nicht mehr wegnehmen will. Aber das wäre einfach ZU nett für Zanrelot gewesen. Beinahe so plüschig wie das Sofa.

"Jona und Sandy scheint es ja zu gefallen", sagt er, immer noch recht giftig, "und Amon sollte es sich vielleicht auch bequemer machen, statt da weiter rumzuknien. Was soll der Unfug eigentlich, Junge? Ihr wisst, dass ihr nicht vor mir knien sollt." Doch sein fragender Blick ruht nicht auf dem Jungen, sondern auf Matreus. Ob der nun wohl zufrieden ist?

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1027 Re: RS der 4 gegen Z-Community am Sa Aug 29, 2009 1:59 am

Matreus sieht nicht auf, als sein Meister ihn anschweigt. Diese Stille trifft ihn bis ins Mark. Er muss Zanrelot in der Tat sehr verärgert haben. Wieder einmal hat er nicht nachgedacht, bevor er gehandelt hat. Und wie immer hat das zu dem Ergebnis geführt, dass der Meister böse auf ihn ist. Matreus hat irgendwann damit aufgehört, solche Situationen zu zählen, doch jedes Mal wieder versetzt es ihm einen schweren Stich, wenn es passiert. So auch jetzt. Er muss seinen Meister nicht ansehen, er spürt dessen Blick, der für sich spricht.

Als Zanrelot ihm nach einer gefühlten halben Ewigkeit antwortet, hebt Matreus den Blick. Der Meister bestimmt, alles solle so bleiben, wie es ist. Doch die Gründe dafür tragen nicht gerade dazu bei, dass Matreus sich besser fühlt. Zanrelot möchte die Zentrale als Mahnmal so lassen, damit er immer wieder daran erinnert wird, in was für einer verweichlichten Zeit er lebt und dass seine eigene Familie auf diesen Kitsch steht. Doch Moment mal, eigene Familie? Zanrelot hat Matreus noch nie offen als Familienmitglied bezeichnet. Nein, das hat er bestimmt nicht so gemeint. Matreus ist sich sicher, dass damit Jona, Sandy und Amon gemeint waren, aber auf keinen Fall er.

Zanrelot stellt fest, dass Jona und Sandy die Zentrale zu gefallen scheint. Dann fragt er Amon, warum er auf dem Boden kniet. Doch er sieht dabei Matreus an. Dieser wirft einen kurzen Seitenblick auf Amon. Dann atmet er tief ein, um sich selbst Mut zu machen. Er hatte auf einen günstigeren Zeitpunkt gehofft, doch er möchte auch nicht zu lange warten. Wer weiß, was der Junge sonst noch anstellt. Deshalb richtet er vorsichtig das Wort an Zanrelot. „Meister, der Junge macht ein bisschen viel Unfug mit seiner Magie. Ich kann ihn kaum aus den Augen lassen. Bitte verzeiht meine Dreistigkeit, aber ich denke, er ist noch nicht reif genug für so viel Verantwortung. Deshalb bitte ich euch, ihm einen Teil der Magie wieder zu nehmen, oder sie ein wenig einzudämmen, damit er wenigstens keine Zauber aus den Büchern mehr ausführen kann. Ich musste ihm schon den Zauberstab nehmen, doch das hat anscheinend nichts gebracht.“

Matreus hofft sehr, dass seine Bitte bei dem Meister keinen erneuten Wutausbruch hervorruft. Er hatte keine andere Wahl, als ihn darum zu bitten, Amon die Magie zu nehmen. Matreus weiß, dass er Zanrelot wohl schon wieder so kurz nacheinander enttäuscht hat. Wieder einmal blickt er traurig zu Boden. „Es tut mir leid, Meister. Ich habe Amon nicht im Griff, solange er die Magie besitzt und damit herumspielt. Ich habe euch wieder enttäuscht.“

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1028 Re: RS der 4 gegen Z-Community am So Aug 30, 2009 12:40 am

Otti wacht am Montagmorgen auf. Die Nacht war viel zu kurz nach allem, was er und die anderen erlebt haben. Doch es ist Schule und so muss er wohl oder übel aufstehen. Müde reibt er sich die Augen. In Gedanken lässt er alles Geschehene noch einmal Revue passieren. Durch seinen Kopf schießt nur ein einziger Name: Sandy. Sofort ist Otti hellwach. Er springt auf, eilt ins Badezimmer, wäscht sich und zieht sich um. Schnell rennt er die Treppen hinunter. Der Frühstückstisch ist schon gedeckt, aber noch menschenleer. Das ist die Gelegenheit, nochmal schnell in die Scheune zu gehen, um ICQ zu starten. Bestimmt hat Sandy geschrieben.

Leise schleicht Otti zur Tür hinaus und schafft es, ungesehen in die Scheune zu gelangen. Julia und Sascha halten nicht viel davon, sich morgens vor der Schule schon vor den PC zu setzen. Sie würden nie verstehen, warum es Otti so viel bedeutet, mit einem Mädchen Kontakt zu halten. Und genau erklären darf er es den beiden nicht. Also bleibt nur die eine Möglichkeit, es heimlich zu tun.

Otti fährt den Rechner hoch und startet ICQ. Und tatsächlich hat er eine Nachricht von Sandy erhalten. Überglücklich liest er die Zeilen und schreibt auch sofort zurück.

„Meine liebe Sandy,

Amon ist ja wirklich unmöglich. Wenn der nur Mist macht, sollte er echt aufpassen, dass Z ihn nicht rauswirft. Ich glaube, er ist Pinkas sehr ähnlich. Ziemlich impulsiv und unbelehrbar. Ich kann dir nachfühlen, dass er dich nervt.
Du hast recht in Bezug auf Karo und Pinkas. Die beiden könnten es viel leichter haben, wenn sie nicht so dämlich stolz wären. Sie stehen sich tatsächlich selbst im Weg.
Du sagst, das Ziel, das du während deiner Seelenreise vor Augen hattest, war der Kontakt mit mir? Das macht mich jetzt wirklich verlegen. Ich weiß, dass du mich liebst, aber dass diese Liebe tatsächlich so tief sitzt, löst eine unendliche Wärme in mir aus. Du bist so weit weg, doch deine Worte lassen dich mir sehr nahe sein. Ich habe fast das Gefühl, du wärst hier bei mir.
Amon hat also eine einfachere Prüfung bekommen als du? Wahrscheinlich wusste Z, dass er die andere nicht geschafft hätte. Der hätte niemals so viel Willenskraft und Disziplin aufgebracht wie du.
Ich finde es sehr interessant, was die Magie in dir auslöst. Wahrscheinlich hat sie dich tatsächlich einfach ein Stück erwachsener gemacht. Ich glaube auch, dass man sowas nicht beschreiben kann. Vielleicht kannst du es ja irgendwann mal. Du musst dich ja jetzt auch erst mal an alles gewöhnen.
Ja, ich war rechtzeitig zum Essen da. Danach bin ich dann todmüde ins Bett gefallen und sofort aufgestanden. Und heute Morgen führte mich mein erster Weg direkt in die Scheune. Jetzt muss ich aber zum Frühstück, bevor noch jemand merkt, dass ich hier draußen bin.
In Liebe, Otti“

Otti klappt nur schnell den Laptop zu und macht sich wieder leise auf den Weg zurück in die Wohnküche. Er hat wieder Glück, die anderen scheinen gerade im Bad oder sonst wo zu sein. Er setzt sich an seinen Platz, gießt sich ein Gals Milch ein und schmiert sich ein Marmeladenbrot. Verwundert sieht er auf die Uhr. Es ist schon reichlich spät. „Wo bleiben die denn alle?“, murmelt er. Sein Marmeladenbrot in der Hand geht er zur Treppe. „Hey, wenn ihr nicht zu spät zur Schule kommen wollt, solltet ihr euch mal ein bisschen beeilen“, ruft er durchs Treppenhaus. Dann setzt er sich wieder.

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1029 Re: RS der 4 gegen Z-Community am So Aug 30, 2009 1:02 am

Karo geht müde die Treppe herunter. Die gähnt und reibt sich die Augen. Dann bekommt sie beinahe einen Herzinfarkt, weil Otti plötzlich die Treppe hinaufbrüllt, dass sie zu spät kommen.
„Ja, ist doch gut. Ich bin ja schon da!“ Du hast es vielleicht vergessen, aber heute ist Projektwoche und die fängt erst um 9 an!“ Sie setzt sich und schenkt sich ein Glas Orangensaft ein. „Toll, eine ganze Woche lang muss ich mich jetzt mit diesem blöden Theaterstück rumschlagen. Da habe ich echt voll keine Lust zu!“

Sie trinkt einen Schluck und sieht Otti dann wieder an. „Aber immer noch besser als in der Unterwelt rumzuhängen! Ich hoffe Z lässt uns jetzt mal eine Weile in Ruhe.“

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1030 Re: RS der 4 gegen Z-Community am So Aug 30, 2009 1:03 am

Pinkas wacht durch die Musik seines Radioweckers auf. Er gähnt, drückt den „off“-Knopf und dreht sich nochmals um. Gerade, als er wieder am schönsten Dösen ist, hört er Ottis Ruf durchs Haus hallen. Er wirft einen verschlafenen Blick auf die Uhr und schreckt hoch. „7.15 Uhr schon!? So ein Mist! Und ich wollte doch nachher noch Mathe abschreiben!“

Pinkas stolpert ungeschickt aus dem Bett, zieht sich in seinem Zimmer um, verzichtet auf die Katzenwäsche und hat es sehr eilig, nach unten zu kommen. Ohne Frühstück lässt Julia ihn nicht gehen, das weiß er. Unten angekommen führt ihn sein Weg gleich zum Kühlschrank. Er trinkt einen Schluck Eistee direkt aus dem Tetrapak, dann geht er zum Tisch hinüber, an dem bereits Karo und Otti sitzen. „Morgen“, nuschelt er, während er sich ein kleines Brot mit Salami belegt. Er isst es hastig und schielt dabei immer wieder auf die Uhr. Wenn er die Hausaufgaben noch abschreiben will, muss er jetzt wirklich einen Zahn zulegen.

Schnell schiebt er das restliche Stück des Brotes in den Mund. Dann geht er zur Tür, um seine Schuhe zu holen. Verwundert blickt er zu Otti und Karo. „Worauf wartet ihr, wir müssen los! Ich muss noch was erledigen vor der Schule. Also, kommt ihr?“

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1031 Re: RS der 4 gegen Z-Community am So Aug 30, 2009 2:08 am

Otti schlägt sich mit der Handfläche gegen die Stirn, als Karo die Projektwoche erwähnt. „Ja, stimmt ja! Die Projektwoche! Das wird cool! Wir programmieren im Computerkurs unser eigenes PC-Spiel. Da freue ich mich schon seit Wochen drauf!“ Entspannt lehnt sich Otti zurück. Jetzt können sie sich doch noch Zeit mit dem Frühstück lassen.

Karo hofft, dass Z sie jetzt mal für eine Weile in Ruhe lässt. Otti seufzt. „Ja, das hoffe ich auch, Karo, das hoffe ich auch“, murmelt er.

Kurz darauf erscheint Pinkas in der Küche. Er scheint es ziemlich eilig zu haben und hat, genau wie Otti, die Projektwoche völlig vergessen. Otti beobachtet, wie hektisch Pinkas frühstückt und dann seine Schuhe holt. Erst, als er die anderen auffordert, endlich zu kommen, erklärt ihm Otti lachend, was los ist. „Es ist Projektwoche, Pinkas. Die Hausaufgaben brauchst du nicht. Die wolltest du doch abschreiben, oder? Mach dir keinen Stress, wir haben noch viel Zeit.“

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1032 Re: RS der 4 gegen Z-Community am So Aug 30, 2009 3:15 pm

Leo öffnet verschlafen die Augen, als sie von Ottis Gebrüll unsanft geweckt wird. Sie schaut auf die Uhr. Viertel nach sieben? Ist Otti von allen guten Geistern verlassen? Sie hätte noch eine halbe Stunde weiterschlafen können! Aber jetzt ist sie wach und wird wohl kaum noch mal einschlafen. Also quält sie sich aus den Federn und zieht sich an.

Auf dem Weg nach unten wird Leo endlich richtig munter und sie fängt an, sich auf die Projektwoche zu freuen. Sie setzt sich an den Tisch, wünscht den anderen einen guten Morgen und greift nach zwei Brötchen. „Ich glaube, ich esse heute besser ein Brötchen mehr als sonst, unser Projekt diese Woche heißt Bilder der Natur und die ganze Zeit an der frischen Luft auf der Suche nach passenden Motiven fürs Fotografieren macht bestimmt ziemlich Hunger.“ Gut gelaunt beißt sie in ihr Brötchen und schmiert beim Kauen gleich noch ein Nutella-Brötchen für Kasimir.

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1033 Re: RS der 4 gegen Z-Community am So Aug 30, 2009 3:52 pm

Pinkas sieht Otti nur verwirrt an, als dieser von der Projektwoche spricht. Erst langsam dämmert es ihm. Stöhnend lehnt er sich gegen die Wand. „Oh Mann, Projektwoche, das hab ich ja total vergessen! Dann hätte ich auch noch länger schlafen können.“

In diesem Moment taucht auch Leo in der Küche auf. Sie setzt sich an den Tisch und beginnt zu frühstücken. Sie freut sich auf die Projektwoche und erzählt, ihr Projekt heißt „Bilder der Natur“. Pinkas geht nun auch zu den anderen hinüber und setzt sich. Er setzt den Ellenbogen auf den Tisch und stützt seinen Kopf auf seiner Faust ab. „Na super. Sowas hätte ich auch lieber gemacht. Ich hab die Anmeldung für die Projekte total verschwitzt und musste dann das nehmen, wo noch Plätze frei waren: ‚Kochen für Anfänger‘. Und am Freitag bei der großen Abschlussfeier zur Projektwoche gibt’s dann Brötchen und Snacks von uns. Ich schwöre euch, nach dieser Woche werde ich nie wieder ein Kochbuch anfassen!“ Missmutig greift Pinkas nach einem Brötchen. Jetzt hat er ja doch noch genügend Zeit dafür.

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1034 Re: RS der 4 gegen Z-Community am Mo Aug 31, 2009 1:35 pm


Zanrelot mustert Matreus scharf, während der herumdruckst und ihn schließlich bittet, Amon die Magie zu nehmen, weil er den Jungen sonst nicht im Griff habe. Die Augen des Meisters verengen sich zu Schlitzen. Seinem endlich gefundenen Nachfahren, auf den er so stolz ist, soll er die Magie wieder wegnehmen? Nachdem er soviel Kraft geopfert hat, um sie ihm zu geben? Er soll sein eigen Fleisch und Blut der zanrelotischen Magie berauben, nur um Matreus, diesem Seitenzweig der Familie, einen Gefallen zu tun? "Wenn DU mit dem Jungen nicht fertig wirst, den ich dir anvertraut habe, WEM sollte ich dann wohl die Magie wegnehmen?" fragt er und funkelt Matreus dabei wütend an.

Ein weiteres Mal versucht er, sich zu beruhigen, indem er tief durchatmet. Seiner Erholung tut es sicher nicht gut, sich zu sehr aufzuregen. Doch wie soll man sich an einem solchen Tag bei Laune halten? Er versucht, das Ganze sachlicher anzugehen und erst einmal herauszufinden, was genau passiert ist. Wenn Matreus es wagt, ihm einen solchen Vorschlag zu machen, muss Amon schon ganz schön was ausgefressen haben. Zanrelot hat keine Lust, Matreus oder Amon danach zu befragen. Den eigenen Augen kann man besser trauen, als jedem Bericht. Also schaltet er einen seiner Monitore nacheinander auf verschiedene Räume der Unterwelt, bis er schließlich die Bescherung in der Bibliothek entdeckt.

Seine schöne, sorgfältig gehütete Bibliothek! All seine kostbaren Schätze, seine unbezahlbaren Magiebücher! Sein Heiligtum geheimen Wissens, in eine Müllkippe verwandelt! Zanrelot spürt, wie ihm Tränen der Wut in die Augen steigen. Er ballt die Fäuste und starrt weiter unverwandt auf den Bildschirm. Solange seine Augen noch feucht sind, kann er sich nicht umdrehen, denn das soll natürlich keiner sehen. Das ist ein Glück für alle Beteiligten, denn sonst würde Zanrelots ganzer Zorn sich spontan und ungebremst über sie ergießen. So aber ist er gezwungen, ruhig sitzen zu bleiben, bis er wieder einigermaßen klar denken kann.

Tränen wegdrücken ist gar nicht so einfach. Zanrelot schluckt und blinzelt ein paar Mal. Er besinnt sich auf die Worte des Abtes: "Wenn Wut und Kummer dich überfluten wollen, wandle die Hitze in Kälte! Rache ist ein Gericht, dass am besten kalt serviert wird." Er versenkt sich in eine meditative Übung, die seine Emotionen in hartes, kaltes Kalkül verwandelt.

Als er sich schließlich zu den anderen umdreht, ist sein Gesicht ruhig und sogar von einem Lächeln überzogen. Doch dieses Lächeln verheißt nichts Gutes. "Ich lasse mir etwas einfallen, Matreus", verspricht er, "doch zunächst brauche ich irgendeine angenehme Beschäftigung, um die Mühsal der letzten Stunden zu vergessen und neue Kräfte zu tanken. Lasst uns schauen, was die Wächterbrut und das restliche Lübeckergesindel so treibt und ob wir jemandem schaden können." Denn auch das hat der Abt ihn frühzeitig gelehrt: Willst du eigenen Ärger eindämmen, verursache anderen welchen!

Er sucht mit dem anderen Monitor die Oberwelt nach etwas Brauchbarem ab. "Warum sind die Wächter um diese Zeit nicht auf dem Schulweg?" wundert er sich, "ich hätte gern alle Ampeln auf ihrem Weg auf Dauerrot geschaltet, damit sie zu spät kommen." Mit gespielter Sorge überlegt er: "Die lieben Kinderlein werden doch nicht etwa krank sein? Das wäre sehr schade, - weil es nicht mein Verdienst wäre."

Er schaltet auf das Wächterhaus um, und da sind sie alle, doch sie wirken durchaus gesund. Zanrelot beobachtet sie eine Weile, dann wächst auf seinem Gesicht langsam ein zufriedenes Grinsen heran. Er dreht sich zu den anderen um, so dass sie förmlich sehen können, wie in seinem genialen Kopf ein fieser Plan heranreift.

"Projektwoche!" ruft er begeistert aus, "eine großartige Sache! Ich bin dafür, dass wir so etwas auch einführen!" Sollen sie ruhig glauben, er hätte den Verstand verloren. Sie werden es schon noch begreifen.

"Ja", bestimmt er, als sein Plan ausgereift ist, "die Unterwelt hat ab heute Projektwoche. Mein Projekt lautet: 'Ottis PC manipulieren'. Matreus' Projekt heißt 'Naturfotos verderben'. Jonas Thema ist 'Kochkünste versalzen'. Ich denke, ihr versteht mich: Treibt euch oben herum, mischt euch unauffällig ein, legt ihnen Steine in den Weg, kurz, tut alles, um ihnen ihre Projekte zu vermasseln."

Er wirft einen bedauernden Blick auf Sandy und erklärt ihr: "Du kannst leider nicht mithelfen, da du noch in der Unterwelt bleiben musst. Dir und Zonk gebe ich ein anderen Projekt: Bringt bitte meine Bibliothek wieder einigermaßen in Ordnung! Ich weiß, ihr habt den Schaden nicht angerichtet, aber ihr könnt ihn eher beheben, als der Verursacher. Zonk räumt gern auf. Und du, Sandy, sollst dabei etwas zaubern üben, das ist dein Projekt. Versuche bitte, mit deinem Zauberstab und der Formel 'Sursum!' Gegenstände hochzuheben, in diesem Fall also die Bücher! Und mach dir keinen Kopf, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Es ist deine erste magische Übung und darum geht es mir viel mehr, als um das Aufräumen an sich. Denk daran, es heißt 'ProjektWOCHE', du hast also Zeit."

Nun ist nur noch Amon ohne Aufgabe. Das fiese Lächeln kehrt auf Zanrelots Gesicht zurück, als er ihn ansieht. "Und auch dich habe ich nicht vergessen. Du wirst in die Oberwelt gehen und erhältst das Projekt: 'Theateraufführung stören'." Wie erwartet, leuchtet Amons Gesicht bei diesen Worten. Soll er ruhig für einen Moment glauben, Zanrelot hätte seine Bestrafung vergessen! Umso härter dürften die folgenden Worte ihn treffen: "Du wirst diese Aufgabe allerdings ohne Magie bewältigen müssen, denn ich folge Matreus' Rat und entziehe sie dir." Er hebt eine Hand und zieht einen grünen Strahl aus Amons Körper heraus, der sich schließlich in seiner Hand zu einer grünen Kugel formt. "Erfüllst du deine Aufgabe dort oben wirklich gut, erhältst du sie anschließend zurück. Also gib dir Mühe! Ach, und noch etwas: Ich werde dich für die Dauer der Projektwoche in ein Mädchen verwandeln. Das erleichtert dir deinen Job. Erstens werden sie dich nicht erkennen, und zweitens kannst du so viel besser herumzicken. Lass dir was einfallen: Schnapp Karo die Hauptrolle weg und dergleichen! Denk dran, es geht um deine Magie, also streng dich an!"

Wenn das mit dem Mädchen nicht eine grässliche Strafe für einen solchen Jungen wie Amon ist! Zanrelot schreitet gleich zur Tat. Ein grellgrüner Strahl aus seiner Handfläche trifft den Jungen, so hell, dass für einen Moment alle geblendet sind. Als sie wieder hinsehen können, steht dort an Amons Stelle ein gleichaltriges Mädchen mit langem, hellblondem Haar und himmelblauen Augen. Die reizende junge Dame ist über und über in Rosa gewandet, vom "Kiss me 'cause I'm cute"-T-shirt, über das entzückende Miniröckchen bis zu den zierlichen Sandalen. Zanrelot schaut etwas seitlich daran vorbei, damit ihm nicht schlecht wird. "Und lass dir nicht etwa einfallen, etwas an deinem Style zu verändern, Amon, ... nein, Amina!" warnt er, "und nun viel Erfolg! Ich werde die Gedanken der Lehrer dahingehend manipulieren, dass du die lang erwartete Gastschülerin aus Österreich bist, die an der Projektwoche teilnimmt."

Zanrelot schaut in die Runde: "Noch Fragen?"

Twisted Evil

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1035 Re: RS der 4 gegen Z-Community am Di Sep 01, 2009 12:09 am

Matreus blickt immer noch zu Boden, als Zanrelot feststellt, er solle ihm die Magie entziehen, statt Amon, da er mit dem Jungen nicht fertig wird. Matreus schluckt und zieht ein wenig den Kopf ein. Sollte der Meister tatsächlich in Betracht ziehen, ihm die Magie zu nehmen? Matreus spürt den durchdringenden Blick, der auf ihm ruht, und zieht es vor, jetzt besser zu schweigen.

Ein wenig erleichtert nimmt er wahr, dass Zanrelot sich zu den Monitoren abwendet. Nun wagt Matreus es auch wieder, aufzusehen. Der Meister sieht sich die verschiedenen Räume der Unterwelt an und entdeckt schließlich, was mit seiner wertvollen Bibliothek geschehen ist. Eine ganze Weile blickt er starr auf den Bildschirm. Matreus weiß, dass Zanrelot in diesem Moment um Fassung ringt. Er versucht anscheinend krampfhaft, sich zu beherrschen.

Schließlich dreht sich der Herrscher der Finsternis zu den anderen um und verkündet, er würde sich etwas einfallen lassen. Matreus nickt erleichtert. Allem Anschein nach denkt er tatsächlich darüber nach, Amon zu bestrafen.

Doch zuerst möchte er den Wächtern ein wenig schaden. Ein Blick auf die Monitore verrät, dass sich diese noch zu Hause befinden und kurz darauf erfahren die Unterweltler, dass in der Schule der Wächter nun eine Projektwoche angebrochen ist. Als der Meister erklärt, er würde nun auch eine Projektwoche starten, runzelt Matreus skeptisch die Stirn. Er kann sich nicht vorstellen, was sein Zanrelot damit meint, oder wie das Ganze aussehen soll. Kurz darauf beginnt der Meister, die Aufgaben für die Woche zu verteilen. Matreus „Projekt“ wird darin bestehen, die Naturfotos von Leo zu verderben. Es geht also darum, den Wächtern die Projekte ordentlich zu vermasseln. Matreus grinst. Das wird ihm sicher Freude bereiten. Auf alle Fälle schafft es etwas Abwechslung. Das ist wahrhaft eine gute Idee des Meisters.

Sandy bekommt die Aufgabe, die zerstörte Bibliothek aufzuräumen. Matreus schüttelt fast unmerklich den Kopf. Er hätte Amon dazu verdonnert, das Chaos zu beseitigen. Erst die Magie nehmen, dann mit eigenen Händen aufräumen. Doch der Meister hat anders entschieden und das hat er so hinzunehmen.

Doch als Zanrelot Amon ansieht und ihm aufträgt, er solle die Theateraufführung von Karo stören, beginnt Matreus, an der Entscheidungsgabe des Meisters zu zweifeln. Will er diesen Bengel etwa noch für seine Tat belohnen? Matreus möchte gerade ansetzen, etwas zu sagen, da spricht Zanrelot weiter. Er verkündet, dass Amon die Aufgabe ohne Magie lösen muss. Matreus atmet entspannt durch. Der Meister entspricht seiner Bitte tatsächlich. Und das ist noch nicht alles. Amon wird in ein Mädchen verwandelt, Amine, von oben bis unten in Rosa gekleidet. Matreus kann sich ein schadenfrohes Kichern beim besten Willen nicht verkneifen. Er muss sich sehr bemühen, nicht laut loszulachen bei dem Anblick.

Als Zanrelot in die Runde schaut, muss Matreus sich sehr anstrengen, das Lachen zu unterdrücken. Er schüttelt nur den Kopf auf des Meisters Frage. Müsste er jetzt etwas sagen, würde er garantiert beginnen, laut zu lachen.

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1036 Re: RS der 4 gegen Z-Community am Do Sep 03, 2009 10:42 pm

Amon beginnt sich ein klein wenig sicherer zu fühlen, als Zanrelots Zorn sich augenscheinlich mehr gegen Matreus, als gegen ihn richtet. Bei der Gelegenheit erhebt er sich endlich aus der demütigenden, knienden Lage, in die sein Sturz ihn gebracht hat. Doch als dann Zanrelot entdeckt, was in der Bibliothek los ist, könnte Amon vor Scham im Boden versinken. Denn es gibt etwas viel Schlimmeres, als den Meister wütend zu machen: ihm Kummer zu bereiten.

Wie eine Ewigkeit erscheinen dem Jungen die Minuten, in denen Zanrelot schweigt und sich nicht zu ihnen umsieht. Umso überraschter ist er dann, in ein ruhiges, ja sogar lächelndes Gesicht zu blicken. Zanrelot wendet sich anderen Dingen zu. Er will sich ablenken. Amon findet, das sei eine sehr gute Idee. Je schneller Zanrelot an etwas anderes denkt, als an den Mist, den er gebaut hat, umso besser. Besser für Zanrelot und vor allem für Amon.

Moment mal, was will Zanrelot? Eine Projektwoche für die Unterwelt? Eine reichlich abgefahrene Idee! Aber egal, solange es ihm sichtlich Freude macht und ihn gut ablenkt. Alles in Butter, der Kummer des Meisters ist verflogen, sein Zorn auf Amon offenbar auch.

Und es kommt noch besser! Amon strahlt, als er seine Aufgabe vernimmt. Nicht nur, dass er ungestraft davonkommt, er darf auch in die Oberwelt, was ihm doch eigentlich seit seinem letzten Blödsinn untersagt war! Wie cool! Er freut sich riesig drauf, da oben Chaos zu stiften... WIE? Ohne Magie? Und als... WAS? Als Mädchen?! Ihm klappt die Kinnlade herunter. So versteinert steht er da, dass er gar nicht richtig gemerkt hat, wie Zanrelot ihm die Magie entzogen hat. Doch als der Meister mit seiner Rede fertig ist, fühlt Amon sich merkwürdig schwach. Die magische Kraft, die seine Sdern zuletzt durchströmt hatte, fehlt, und außerdem fühlt sich sein Körper irgendwie... zart an.

Amon sieht an sich herunter und quiekt vor Entsetzen, als er sein rosa Röckchen und die feinen Schühchen sieht. Er zerrt sein T-Shirt nach vorn und fühlt sich gleich noch schlechter, als er die Aufschrift liest. Und als er den Kopf nach vorn neigt, um sie zu betrachten, fallen ihm seine Haare vor die Augen. Seine langen, hellblonden Engelshaare! "Meister!" stößt er reichlich jämmerlich hervor. Doch der geplante Rest ("Das könnt Ihr doch nicht tun!") bleibt ihm im Halse stecken, als er sein glockenhelles Stimmchen hört.

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1037 Re: RS der 4 gegen Z-Community am Fr Sep 04, 2009 2:36 pm

Sandy erschrickt leicht, als Zanrelot es ablehnt, es sich auf dem Sofa gemütlich zu machen. Sein Gesicht ist wirklich zum Fürchten und sie macht sich unwillkürlich ein wenig kleiner. Sein Sarkasmus, mit dem er die Zentrale als Café Central bezeichnet, spricht ebenfalls Bände. Sandy wird das Sofa garantiert mit keinem Wort mehr erwähnen.

Dass Sandy einmal froh sein würde, dass Amon auftaucht, hätte sie nie geglaubt. Aber sein Erscheinen macht der peinlichen Situation erst einmal ein Ende und sie erlaubt sich, sich wieder etwas zu entspannen, obwohl Amon direkt vor die Füße des Meisters rutscht. Oder vielleicht sogar gerade deshalb? In jedem Fall amüsiert Sandy sich darüber, dass Amon vor sich hinautscht und flucht.

Sandy erstarrt, als Matreus auftaucht und die allgemeine Aufmerksamkeit wieder auf das neue Mobiliar lenkt. Wie erwartet, explodiert Zanrelot und endet damit. Dass Matreus jahrhundertelang arbeiten und lernen konnte, ohne zu sitzen. Sandy erschauert. Ist das ihre Zukunft? Sich tagelang die Beine in den Bauch stehen und dabei noch aufmerksam sein? Darauf kann sie wirklich gern verzichten. Natürlich lässt sie sich ihre Gedanken nicht anmerken, um Zanrelot nicht noch mehr zu erzürnen.

Sandy lächelt Matreus sehr dankbar an, als er als Grund für die Möbel anführt, dass Amon und Sandy es bequemer und einfacher haben sollen. Wie auch immer Zanrelot entscheiden wird, sie wird Matreus für diese Idee auf ewig dankbar sein. Und auch Zanrelot erhält ein dankbares Lächeln, als er entscheidet, dass alles so bleiben soll, wie es ist.

Interessiert verfolgt Sandy das Gespräch zwischen Matreus und Zanrelot, in dem es um den Unsinn geht, den Amon verzapft hat. Matreus spricht sogar davon, Amon die Magie wieder zu nehmen, weil er damit nur Unfug anstellt. Sandy verbirgt ihre Schadenfreude, auch wenn es ihr schwerfällt. Man muss es ja nicht zu öffentlich zeigen, wie amüsiert man über gewisse Dinge ist.

Sandy vergisst ihre Schadenfreude vorübergehend, als sie beobachtet, wie Zanrelot auf Matreus’ Bericht reagiert. Er ist offensichtlich sehr verstimmt und überlegt sogar, Matreus die Magie zu nehmen, statt Amon. Sandy wirft Matreus einen mitfühlenden Blick zu, aber sie bezweifelt, dass er das überhaupt wahrnimmt. Zanrelot schaut auf seinen Monitor und Sandy nährt sich heimlich, um einen Blick über seine Schulter werfen zu können. Als die Bibliothek auf dem Monitor auftaucht, zieht sie unwillkürlich scharf die Luft ein. Da drin sieht es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen! Entrüstet wirft sie Amon einen Blick zu, bevor sie wieder fassungslos auf den Bildschirm starrt.

Zanrelot hat offensichtlich Mühe, sich zu fassen. Doch schließlich gelingt es ihm und Sandy atmet auf. Er beschließt, nachzusehen, was die Wächter tun und Sandy nähert sich noch mehr dem Bildschirm. Vielleicht gelingt es ihr ja, einen Blick auf Otti zu erhaschen. Tatsächlich sieht sie ihn am Frühstückstisch sitzen und ihr Blick wird ganz weich und sehnsüchtig. Erst als Zanrelot das Wort wieder ergreift, reißt sie sich von seinem Anblick los und hört zu, was er zu sagen hat. Die Unterweltler sollen also die Projektwoche der Wächter stören. Zanrelot will Ottis PC manipulieren, was Sandy gar nicht recht ist. Aber sie weiß, dass sie nichts dagegen wird tun können. Matreus soll Leos Fotoprojekt sabotieren und Jona soll Pinkas’ Kochen für Anfänger stören. Die Wächter tun ihr wirklich leid, diese Projekte werden wohl kaum für gute Noten sorgen.

Sandy spürt Zanrelots Blick auf sich und sieht ihn erwartungsvoll an, was er für sie geplant hat. Da sie nicht in die Oberwelt gehen kann, muss sie hier unten bleiben und wird dazu verdonnert, zusammen mit Zonk die Bibliothek aufzuräumen, die Amon verwüstet hat. Im ersten Moment ist sie entrüstet. Nicht, weil sie mit Zonk zusammenarbeiten soll, das ist ja noch der positive Aspekt dieser Aufgabe, aber warum soll sie seinen Mist wieder geradebiegen? Doch der Protest bleibt ihr im Hals stecken, denn sie soll nicht per Hand aufräumen, sondern Magie dazu verwenden. Sandy ist sprachlos, sie soll das erste Mal Magie verwenden! Sie tauscht mit Zonk einen kurzen, aufgeregten Blick und neigt dann ihr Haupt. „Sehr wohl, Meister“, sagt sie respektvoll. Sie hat sogar eine ganze Woche Zeit, in der sie den Spruch lernen kann, den er ihr dafür nennt, nämlich Sursum. Sandy prägt sich den Spruch sofort ein, es ist kein Problem für sie, ihn zu behalten, und sie ist schon ganz wild darauf, ihn auszuprobieren.

Sandy ist noch dabei, sich über ihre Aufgabe zu freuen, da bekommt auch Amon eine zugeteilt. Er soll Karos Theaterstück stören, aber ohne Magie. Mit deutlicher Schadenfreude beobachtet Sandy, wie Zanrelot Amon die Magie entzieht. Das geschieht dem Aufschneider und Deppen echt nur recht. Doch es wird noch viel besser. Zanrelot verwandelt Amon in ein Mädchen und Sandy beißt sich krampfhaft auf die Lippen, als sie das Ergebnis der Verwandlung sieht. Die blonden Haare wird er garantiert hassen, denn er liebt ja nur alles Schwarze. Aber der Hit sind die rosa Klamotten und der Brüller ist die Aufschrift auf dem Shirt: Kiss me ’cause I’ m cute. Sandy presst die Hand auf den Mund, um nicht loszulachen. Und dann dieses Miniröckchen! Absolut göttlich!

Sandy wechselt einen mehr als amüsierten Blick mit Matreus, der ungefähr genauso krampfhaft versucht, sich das Lachen zu verkneifen, wie sie selbst. Doch das Beste ist Amons Reaktion. Er quiekt vor Entsetzen auf und zieht sich das T-Shirt nach vorne, um die Aufschrift zu lesen. Sandy ist kurz davor, in Lachen auszubrechen, aber noch schafft sie es, sich zu beherrschen, auch wenn in ihren Augen schon die Lachtränen stehen. Doch als Amon den Mund aufmacht und mit glockenhellem Stimmchen ‚Meister’ hervorstößt, ist es um ihre Beherrschung geschehen. Sie bricht in Gelächter aus und lässt sich kurzerhand auf das Sofa fallen, wo sie sich vor Lachen geradezu windet. Möglicherweise schätzt Zanrelot diesen Heiterkeitsausbruch nicht, aber sie kann einfach nicht anders!

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1038 Re: RS der 4 gegen Z-Community am Fr Sep 04, 2009 2:37 pm

Jona verfolgt schweigend das weitere Geschehen in der Zentrale. Zwar akzeptiert sein Vater die neuen Möbel, aber es ist deutlich zu sehen, wie viel Überwindung ihn das kostet. Für Ablenkung sorgt schließlich Amon, der stolpert und vor Zanrelots Füße rutscht. Matreus berichtet, dass der Junge mit seiner Magie Unfug treibt und ein Blick auf den Monitor zeigt, dass die Bibliothek total verwüstet ist.

Jona betrachtet seinen Vater verstohlen von der Seite, auch ohne sein Gesicht sehen zu können, ist deutlich zu spüren, wie sehr er um Beherrschung ringt. Es war wohl alles ein wenig viel für ihn, erst die Möbel und dann dieses Chaos in der Bibliothek. Doch das erwartete Donnerwetter bleibt aus, dafür beschließt Zanrelot, dass eine Projektwoche stattfinden soll. Und die soll so aussehen, dass die Unterweltler die Projektwoche der Wächter sabotieren sollen. Und Jonas Aufgabe besteht darin, den Kochkurs von Pinkas zu stören.

Jona runzelt leicht die Stirn. Er ist zwar zu seinem Vater zurückgekehrt, aber er stand lange Zeit auf der Seite der Wächter. Es kommt ihm schäbig vor, sich gegen sie zu wenden und ihm wäre Neutralität wirklich lieber gewesen. Doch er behält seine Gedanken für sich, ein Widerspruch würde seinen Vater nur zusätzlich reizen. Daher neigt er nur leicht den Kopf, als er seine Aufgabe erhält. Es ist ja auch nichts Bedrohliches, was den Wächtern blüht, nur ein paar schlechte Noten für die Projekte könnte es geben. Das dürfte zu verschmerzen sein.

Am schlechtesten trifft es Amon, der, verwandelt in ein Mädchen und seiner Magie beraubt, Karo die Hauptrolle im Theaterstück wegzuschnappen. Dem Jungen ist sein Entsetzen über seine veränderte Gestalt deutlich anzusehen und er schaut so bedröppelt aus der Wäsche, dass Jona grinsen muss. Sandy hat sich schlechter unter Kontrolle und windet sich geradezu vor Lachen und irgendwann kann Jona auch nicht mehr an sich halten und prustet los. Wie heißt es so schön: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Und Amon hat in jedem Fall einen ordentlichen Denkzettel verdient.

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1039 Re: RS der 4 gegen Z-Community am Fr Sep 04, 2009 3:17 pm

Otti kann es sich nicht verkneifen, laut zu lachen, als Pinkas von seinem Projekt erzählt. Er schiebt sich den Rest seines Brotes in den Mund, steht auf und klopft seinem Bruder im Vorbeigehen auf die Schulter. „Na dann viel Spaß beim Kochen“, sagt er lachend.

Dann geht er zur Tür und zieht seine Schuhe an. „Ich mach mich schon mal auf den Weg, dann muss ich mal zur Abwechslung nicht so rasen. Außerdem schlage ich nicht gerne die Zeit tot. An der Schule ist bestimmt schon jemand. Kommt ihr auch gleich mit?“

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1040 Re: RS der 4 gegen Z-Community am Do Sep 10, 2009 11:29 pm

Amon hat nicht den Eindruck, als hätte sein entsetzter Aufschrei irgendwo großes Mitgefühl erweckt. Matreus und Sandy versuchen wenigstens noch, nicht laut loszulachen. Jona hingegen lässt seiner Schadenfreude ungeniert freien Lauf. Schließlich kann auch Sandy, die sonst so Diplomatische, nicht mehr an sich halten, und prustet laut los.

Amon möchte vor Scham im Boden versinken, noch tief, tief unter die Unterwelt. Doch da das nicht geht, bleibt noch der umgekehrte Fluchtweg: nach oben. Hastig dreht sich Amon in die Oberwelt und landet mitten in Lübeck.

Lübeck! Die Stadt, in der er so lange gelebt hat. Irgendwie ein komisches Gefühl, sie nun als Außenstehender zu betrachten. Doch Amon hat sich schon so gut in der Unterwelt eingelebt, dass es ihm umgekehrt noch viel merkwüdiger vorkommt, hier oben nun wieder einen Insider spielen zu sollen - nein, eine Insiderin! Amon geht ein paar Schritte und kommt am Nobelrestaurant "Wullenwever" vorbei, jedem Edelschuppen, der nach Zanrelots unglücklichem Vater benannt ist. Ein Mann mittleren Alters, dem Anzug nach ein Geschäftsmann, studiert die Speisekarte mit den erlesenen Köstlichkeiten und den horrenden Preisen. Als er Amon - Amina - bemerkt, lächelt er ihr zu, doch es wirkt unangenehm forschend und eher schmierig als freundlich. "Guten Morgen, junge Dame!" grüßt der Fremde extrem höflich, "auch dabei, den heutigen Abend zu planen? Ich gedenke ihn mit meiner Frau und meiner Geliebten hier zu verbringen, ungeachtet der Kosten. Man speist eben wirklich gut hier, und mit den Kellnerinnen lässt sich trefflich flirten." Er lässt seine lüsternen Augen an dem Mädchenkörper auf und ab wandern. "Aber vielleicht sollte ich mir lieber eine ganz neue Gesellschaft zum Dinner suchen?" fragt er anzüglich grinsend.

Amon starrt den Mann wortlos-angewidert an und ergreift die Flucht. "Nichts für ungut!" ruft der feine Herr ihm hinterher, "wir Männer sind nun einmal so! Ha ha ha!" Amon rennt die Straße hinunter und um die nächste Ecke. Dann muss er innehalten, denn in den rosa Sandalen läuft es sich viel schlechter, als in seinen schwarzen Chucks. Oh Mann, ist es beschissen, ein Mädchen zu sein! Dumme Sprüche abkriegen und dann nicht mal richtig flitzen können!

Am liebsten würde er sich irgendwo verkriechen. Er will in diesem Zustand weder zurück in die Unterwelt, noch in seine alte Schule. Aber was würde Flucht bringen? Zanrelot wird ihn sicher nicht zurückverwandeln, bevor er seine Aufgabe erledigt hat. Und von der Qualität seiner Darstellung hängt es ab, ob er seine Magie zurückbekommt. Also muss er in den sauren Apfel beißen, gute Miene zum bösen Spiel machen und sich richtig dolle Mühe geben. Schweren Herzens lenkt er seine Schritte zur Schule und beschließt, die verhasste Rolle so überzeugend wie nur möglich zu spielen.

Amon steht als Erster vor dem Schultor. Früher war er immer der Letzte. Früher war er aber auch ein Junge und kein... er sieht an sich herunter... oooooh Gooott!!! Etwas später trudeln ein paar Schüler ein und mustern ihn - sie - neugierig. Wann wohl die Wächter kommen werden? Amon lehnt sich an die Außenwand des Gebäudes und lächelt liebenswürdig, wann immer ihn jemand anschaut. Er merkt, wie seine Wimpern dabei unwillkürlich klimpern. Ihm wird schlecht vor lauter Ekel vor sich selbst. Kann ihn nicht mal jemand aus diesem Alptraum aufwecken?

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1041 Re: RS der 4 gegen Z-Community am Do Sep 10, 2009 11:31 pm

Pinkas sieht seufzend zu Otti hinüber, als er meint, er würde sich schon mal auf den Weg machen. „Ja, warte, ich komme mit“, murmelt er. Langsam steht er auf und geht langsam zur Tür. Dort dreht er sich zu den Mädchen um. „Kommt ihr mit? Wir gehen jetzt?“

Ohne eine Antwort abzuwarten, geht Pinkas hinaus und schwingt sich auf sein Fahrrad. Durch die Projektwoche ist er jetzt richtig schlecht gelaunt und es müsste schon ein Wunder geschehen, um ihn wieder aufzuheitern.

Nach einer Weile kommt Pinkas an der Schule an. Er stellt sein Fahrrad ab und schlendert missmutig zum Eingang, dabei fixiert er den Boden vor seinen Füßen und sieht gar nicht so recht, wo er hinläuft.

Plötzlich stößt er mit jemandem zusammen. „Verdammt, pass doch auf!“, raunt er die andere Person an, dann erst sieht er auf. Ihm bleibt der Mund offen stehen, als er sieht, mit wem er da zusammengestoßen ist. Vor ihm steht ein Mädchen, das ganz und gar in Rosa gekleidet ist und lange, blonde Haare hat. Pinkas mustert das Mädchen von oben bis unten. Noch niemals hat er ein Mädchen mit einem dermaßen großen Faible für rosa gesehen. Und er muss zugeben, die Kleine gefällt ihm ziemlich gut. Ein wenig verlegen blickt er sie an. „Oh, äh... Sorry... Ich hab nicht richtig aufgepasst.“

Pinkas geht ein paar Schritte zur Seite. Er würde sich gerne ein wenig mit dem Mädchen unterhalten, doch was soll er nur sagen? Er hat sie noch nie zuvor an der Schule gesehen. Also muss sie wohl neu sein. Klar, wenn das kein Thema ist, um ins Gespräch zu kommen! Pinkas kontrolliert noch einmal kurz, ob seine Haare richtig liegen. Er stellt sich ganz lässig vor das Mädchen und spricht sie an. „Ich hab dich hier noch nie gesehen. Bist du neu?“

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1042 Re: RS der 4 gegen Z-Community am Do Sep 10, 2009 11:33 pm

Amon / Amina steht, in wenig erfreuliche Gedanken versunken, vor der Schule und beobachtet, wie sie allmählich eintrudeln: Leute, die IHN eigentlich von früher kennen sollten, aber SIE natürlich nicht erkennen. Na ja, ist auch wirklich besser so.

Plötzlich wird Amon angerempelt und möchte spontan denjenigen ziemlich unfein anschnauzen, doch die Amina in ihm hat ihn rechtzeitig im Griff und zwingt ihn zu damenhaftem Benehmen. Schließlich muss sie ihre bescheuerte Rolle so gut wie nur möglich spielen, denn es geht darum, zwei wichtige Dinge wiederzugewinnen: die wahre Identität und die Magie.

"Autsch!" sagt Amina daher nur mit feinem Stimmchen, statt unflätig zu fluchen. Mit kokettem Augenaufschlag sieht sie nach, wer sie denn da geschubst hat. Oh nein! Es ist ausgerechnet Pinkas! Schlimm genug, wenn man sich mit Karo herumschlagen soll, aber den braucht man nun echt nicht auch noch an der Backe zu haben! Boah, dieser eitle Fatzke! Wie er sich durch die Haare streicht und dann so extralässig vor ihr aufbaut! Was soll das werden, Humphrey Bogart für Arme? Kotz! Die echten Mädchen können nicht wirklich auf sowas stehen, oder? Der Amon in Amina muss sich sehr beherrschen, um keinen fiesen Spruch abzulassen, als Pinkas behauptet, sie hätten sich noch nie gesehen. 'Schön wär's!' denkt er nur still bei sich. Doch laut antwortet Amina, mit verbindlichem, etwas schüchternem Lächeln: "Ja, ich bin neu. Gastschülerin aus Österreich, weißt du, aus, äh... Wien." Scheiße, jetzt kann man bloß hoffen, dass Pinkas noch nie in Wien war, denn Amon hat keinen blassen Schimmer, wie es dort aussieht. Es ist halt bloß die einzige österreichische Stadt, die er kennt, aus diesem alten Film: "Der dritte Mann". Der spielt in der Unterwelt unter Wien, das fand Amon schon immer cool. Aber wie es da drüber aussschaut? Keine Ahnung!

"Ach so, ich bin Amina", piepst Amon liebreizend, "und wer bist du?" Die süße Amina verlagert ihr Gewicht auf das andere Bein, wobei ihre Hüfte kokett seitlich herausschwingt. Da sie so alt ist wie Amon, also Ottis Jahrgang, ist sie schon etwas weiter entwickelt als Karo und die anderen Mädchen in Pinkas' Klasse. Unter ihrem hautengen rosa Shirt zeichnet sich klar und deutlich ihre Traumfigur ab: Wespentaille und schon etwas Oberweite.

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1043 Re: RS der 4 gegen Z-Community am Do Sep 10, 2009 11:34 pm

Pinkas lächelt das Mädchen, das vor ihm steht, etwas unsicher an. Sie kommt also aus Wien und heißt Amina. „Amina“, wiederholt Pinkas. „Das ist aber ein sehr schöner Name.“

Amina ist wirklich ein sehr hübsches Mädchen. Ganz anders als die anderen, die Pinkas kennt. Sie ist älter als die Mädchen in seiner Klasse und sieht einfach toll aus. Außerdem klingt ihre Stimme so süß! „Ich bin Pinkas“, beantwortet er Aminas Frage. Nun weiß er nicht so recht, was er mit dem Mädchen sprechen soll. Über die Schule nicht, das steht fest. Aber die Projektwoche wäre eine Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen. Pinkas gibt sich einen Ruck. „In welchem Projekt bist du? Vielleicht sehen wir uns ja ab und zu. Das wäre doch cool, oder?“

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1044 Re: RS der 4 gegen Z-Community am Do Sep 10, 2009 11:35 pm

Otti muss sich ganz schön ranhalten, um mit Pinkas mitzukommen. Doch irgendwann beschließt er, seinen Bruder einfach davonfahren zu lassen. Otti kommt deshalb ein wenig später als Pinkas an der Schule an. Ein paar seiner Klassenkameraden, die auch in dem PC-Kurs sind, sind schon da. Er stellt sich zu ihnen und sie sie plaudern ein wenig über das Wochenende und darüber, was für ein geniales Computerspiel sie programmieren wollen.

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1045 Re: RS der 4 gegen Z-Community am Do Sep 10, 2009 11:36 pm

Matreus dreht sich an die Oberwelt, als Amon beginnt, an sich herabzusehen. Er hält es da unten nicht mehr aus. Würde er noch länger bleiben, könnte er seinen Lachanfall nicht mehr unter Kontrolle halten. Kaum ist Matreus an der Oberwelt, lacht er auch schon lauthals los. Der Junge als Mädchen ganz in Rosa gekleidet. Und dazu diese Stimme! Das ist einfach nur zum Brüllen. So herzlich hat Matreus schon lange nicht mehr gelacht.

Doch nun hat er eine Aufgabe zu erfüllen. Er wischt sich schnell die Lachtränen aus den Augen, sammelt sich kurz und besinnt sich schließlich darauf, die Naturfotos von Leonie zu verderben. Er schleicht sich leise an die Schule heran. Einige Kinder sind bereits anwesend. Angestrengt hält er nach Leo Ausschau.

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1046 Re: RS der 4 gegen Z-Community am Do Sep 10, 2009 11:38 pm

Leo lässt sich Zeit mit dem Frühstück und schaut nur kurz auf die Uhr, als Otti und Pinkas sich auf den Weg zur Schule machen. Es ist noch genug Zeit und Kasimir hat sein Nutella-Brötchen bereits verschlungen und braucht noch Nachschub. Aber irgendwann ist Kasimir genauso satt wie Leo selbst, packt ihre Sachen und schwingt sich aufs Fahrrad.

Als Leo am Gymnasium vorbeiradelt, sieht sie Pinkas vor einem blonden Mädchen stehen, das ganz in Rosa gekleidet ist. Er scheint sehr von ihr angetan und Leo denkt so bei sich, dass er Karo das besser nicht sehen lassen sollte. Doch das ist wohl auch ganz sein Problem.

An ihrer Schule angekommen, schließt Leo ihr Fahrrad ab und eilt fröhlich zu ihren Klassenkameraden. Da blinkt es auch schon und sie saust die Treppen hoch zu ihrer Klasse, wo die Kameras bereits auf dem Tisch liegen. Sie setzt sich auf ihren Platz und scharrt schon ganz ungeduldig mit den Füßen, begierig, gleich loszulaufen und die schönsten Naturaufnahmen überhaupt zu schießen. Sie wird ganz viele Tiere fotografieren. Hunde, Katzen, Vögel, Ziege nicht zu vergessen! Das wird eine ganz geniale Woche, das steht fest!

Ungeduldig hört Leo sich die Erklärungen des Lehrers bezüglich der Funktionen der Kamera an, von wegen Belichtung, wo die Sonne stehen sollte, wie man für eine gute Perspektive sorgt. So schwer es ihr auch fällt, ihre Ungeduld zu bremsen, sie passt sehr gut auf und prägt sich alles genau ein. Schließlich ist es soweit, die Kameras werden ausgeteilt und sie dürfen losziehen. Schon wenig später steht Leo mit ihrer Kamera vor der Schule, wo sie ihr erstes Motiv auswählt, nämlich einen Marienkäfer auf einer gelben Blume. So dicht wie möglich nähert sie sich dem Käfer und stellt die Kamera scharf. Wenn das kein perfekter Auftakt ist …

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1047 Re: RS der 4 gegen Z-Community am Do Sep 10, 2009 11:39 pm

Sandy hat Mühe, sich wieder einzukriegen. Erst als Amon, nein, Amina verschwunden ist, bekommt sie sich allmählich unter Kontrolle. Ein wenig unangenehm ist ihr Ausbruch ihr dann doch. Sie steht auf und sagt zu Zanrelot: „Meister, ich werde mich gleich an die Arbeit machen. Ich werde mir Mühe geben, die Magie mit Sorgfalt einzusetzen.“ Sie wendet sich zu Zonk um und fordert ihn freundlich auf: „Kommst du dann bitte mit, Zonk?“

Sandy verlässt zusammen mit Zonk die Zentrale und betritt die Bibliothek und seufzt tief. „Auf dem Monitor sah es ja schon schrecklich aus. Aber so real, das Chaos ist geradezu unglaublich.“ Sie nimmt ein paar Bücher in die Hand und betrachtet die Regale. Selbst mit Magie wird es eine halbe Ewigkeit dauern, die Bücher zu ordnen. Sie wendet sich an Zonk und meint: „Ich denke, ich werde erst einmal Haufen machen. Einen mit A, einen mit B und so weiter. Das ist auch eine gute Übung für dich, sie dann später in der richtigen Reihenfolge zu sortieren. Ich werde sie dann mit dem Zauberstab oben ins Regal befördern, vorausgesetzt, es gelingt mir.“ Sie lacht ein wenig unsicher. „Vielleicht täuscht sich Zanrelot ja und ich bin gar nicht seine Ur-ur…-Enkelin. Vielleicht habe ich gar keine Magie in mir.“

Ein wenig zögernd greift Sandy nach ihrem Zauberstab und räuspert sich. Sie streckt ihn unsicher aus und wispert: „Sursum.“ Doch nichts tut sich. „Da, ich hab’s geahnt“, murmelt sie, versucht es aber ein zweites Mal, diesmal ein wenig energischer: „Sursum!“ Diesmal leuchtet die Spitze des Zauberstabs leicht auf und der Deckel des Buchs hebt sich ein wenig. „Da, hast du das gesehen, Zonk?“, ruft sie geradezu aufgeregt aus. „Das Buch hat sich bewegt. Hast du es auch gesehen?“ Doch sie wartet die Antwort gar nicht erst ab, sondern versucht es ein drittes Mal, bestärkt durch diesen ersten Erfolg. Entschlossen richtet sie den Zauberstab auf das Buch und befiehlt laut und deutlich: „Sursum!“ Das Buch erhebt sich in die Luft und bleibt dort stehen und Sandys Freude kennt kaum Grenzen! Sie bewegt leicht den Zauberstab und das Buch folgt der Bewegung. „Es klappt“, jubelt sie und im nächsten Moment fällt das Buch zu Boden.

Sandy lacht. „Man sollte sich wohl beim Zaubern wirklich nie zu früh freuen“, meint sie und macht sich wieder an die Arbeit, diesmal konzentrierter. Sie lässt die Bücher in die Luft schweben, holt sie zu sich heran, schaut sich den Autor an und lässt es auf den passenden Stapel schweben. Nach ein paar Büchern sagt sie seufzend zu Zonk: „Mit Magie ist es zwar weniger anstrengend, aber schneller geht es damit auch nicht. Nun ja, was soll’s, danach dürfte ich mit diesem Schwebezauber nie wieder Probleme haben. Und du bestimmt nie wieder mit dem Alphabet. Du kannst dann auch schon mal mit dem Einräumen der Bücher auf dem A-Haufen anfangen. Sie grinst Zonk an und macht weiter.

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1048 Re: RS der 4 gegen Z-Community am Do Sep 10, 2009 11:40 pm

Jona bleibt bis zum Schluss in der Zentrale stehen. Matreus ist bereits nach oben gegangen, um seine Aufgabe zu erfüllen, Leos Fotoprojekt zu stören und Amon verschwand geradezu fluchtartig in seiner Mädchengestalt. Sandy hat sich mit Zonk in die Bibliothek begeben, um Amons Chaos zu beseitigen und Zanrelot würde sich um Ottis Computerprojekt kümmern.

Jonas Aufgabe besteht ja nun darin, Pinkas’ Suppe zu versalzen, aber ihm fällt ein, dass das gar nicht so einfach sein wird. Schließlich wendet er sich an Zanrelot: „Vater, ich weiß ehrlich gesagt nicht so recht, wie ich Pinkas’ Kochkurs sabotieren soll. Immerhin kennt er mich, also komme ich kaum dicht genug an ihn ran, ohne unerkannt zu bleiben. Und du weißt, dass meine Magie doch sehr zu wünschen übrig lässt.“ Er zuckt ein wenig hilflos mit den Schultern. „Hast du eine Idee, wie ich diese Aufgabe lösen kann? Mir fällt leider nichts ein.“ Bedauernd sieht er seinen Vater an. Dass es ihm eigentlich ganz recht wäre, nicht gegen einen Wächter agieren zu müssen, muss er ihm ja nicht unbedingt auf die Nase binden.

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1049 Re: RS der 4 gegen Z-Community am Do Sep 10, 2009 11:41 pm

Amon könnte sich für jedes Wort, da über seine rosa (!) Lippen kommt, ohrfeigen, nicht wegen des Inhalts, sondern weil es jedesmal wieder schrecklich ist, sich selbst in dieser Soprantonlage zu hören. Sein Stimmchen klingt ekelhaft süß, wie Kamillentee mit viel zu viel Zucker.

Pinkas fände es cool, wenn sie sich ab und zu in der Projektwoche sehen würden. 'Nein, das wäre total uncool und megascheiße!' denkt Amons innere Stimme in grummeligstem Bass, doch Aminas Glöckchensopran antwortet laut: "Oh ja, das wäre schön! Ich bin in der Theatergruppe. Sag bloß, du auch?" Amina kichert. "Vielleicht spielst du den Märchenprinzen? Also, Prinzessinnen tragen ja meist rosa Sachen, oder? Hihihi!" Oh Hilfe, wo steht bloß der nächste Kotzeimer?

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1050 Re: RS der 4 gegen Z-Community am Do Sep 10, 2009 11:42 pm

Matreus grinst breit, als Leo die Straße entlang fährt und schließlich an der Schule ankommt. Er muss jedoch eine Weile warten, bis sie mit ihrer Kamera wieder aus dem Gebäude herauskommt. Doch dann legt er sich ganz leise auf die Lauer und beobachtet sie genau. Nur kurze Zeit später scheint sie ihr erstes Motiv gefunden zu haben. Sie nähert sich vorsichtig einer gelben Blume. Wieder grinst Matreus. Wenn das mal keine gute Gelegenheit ist, mit seinem „Projekt“ zu beginnen. Er zielt mit seinem Zauberstab auf die Blume und schießt einen Strahl ab. Kaum hat er die Blume erfasst, verwelkt sie sofort. Der Marienkäfer fliegt sofort davon und während Leo abdrückt, sinkt die Blume leblos zu Boden. Matreus versteckt sich schnell hinter einer Mauer. Zufrieden steckt er den Zauberstab wieder ein. Oh ja, dieses Projekt macht wirklich sehr viel Spaß!

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